Aktionswoche von Kunst und Kultur in Remscheid

Martina und Michael Sieber stellen gemeinsam Werke aus

Michael Sieber an der Gitarre und seine Frau Martina mit Gesang sorgten bei der Vernissage auch für die Musik.Foto: Michael Schütz
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Michael Sieber an der Gitarre und seine Frau Martina mit Gesang sorgten bei der Vernissage auch für die Musik.

RGA-Fotograf und seine Frau hatten zur Vernissage in die Concordia an der Brüderstraße eingeladen.

Von Peter Klohs

Remscheid. Anlässlich der Aktionswoche von Kunst und Kultur in Remscheid (KuK) eröffnete am Sonntagmittag Maximilian Süss eine Ausstellung von Kunstwerken des Remscheider Ehepaares Michael und Martina Sieber in der Concordia an der Brüderstraße. Rund 50 Gäste waren mit dabei.

Michael Sieber dürfte den Lesern dieser Zeitung nicht unbekannt sein, war er doch 40 Jahre lang Fotoredakteur beim Generalanzeiger. Aber auch nach dem Eintritt in das Rentenalter lässt er das Fotografieren nicht. Zeugnisse seiner Kunst beanspruchen die Hälfte des großen Raums in der ersten Etage. So auch die Aufnahme kunstvoll arrangierter Gläser, sorgsam in eine Reihe gestellt. Das letzte Glas ist mit einer stark farbigen Flüssigkeit gefüllt, was einen nachhaltigen optischen Reiz erzeugt.

Zwölf quadratische Fotos aus Industrielandschaften im Sonnenschein, von Öfen, Silos, Rohren ziehen die Blicke auf sich. Auch zu sehen: tanzende Männer des Tanztheaters aus Beijing in China, daneben ein Pas de deux vom Queensland Ballett, alle in dezenten Farben. Die Porträts von Menschen hingegen sind in Schwarz-Weiß gehalten: Zwei sehr unterschiedliche junge Frauen lachen sich an, daneben zwei langhaarige Männer mit verbrauchten Gesichtern, vielleicht ehemalige Hippies, die am Leben gescheitert sind.

Die Gemälde von Martina Sieber sind ebenso vielgestaltig. Die studierte Kommunikationsdesignerin beherrscht die Ausdruckskraft der Farben ebenso wie das Monochrome. Dort bilden angedeutete Dreiecke mit ihren spitzen Enden eine farbig sehr anspruchsvolle Palette, hier wolkige Flächen in wenigen rötlichen Farbtönen. Ein großes, rundes Etwas steht bedrohlich in einer angedeuteten Landschaft. In Blau gehaltene Türen schweben vor den Betrachtern.

Bis zum 14. November ist die Ausstellung zu sehen

Ihre abstrakten Bildnisse sind fragil, an anderer Stelle ist ein weiblicher Akt in Bewegung, dessen Haare zu Schrift werden.

Außer den Fotografien und Bildern ist die Musik noch Teil der Vernissage, denn das Ehepaar spielt seit Jahren in festen Musikgruppen: Er spielt Gitarre, sie singt, vorzugsweise leicht angejazzte Stücke wie „Bei mir bist du schön“, mit dem die Band, zu der der Bassist Veith Diederichs sowie der Schlagzeuger Joachim Dassler gehören, den Reigen der Melodien bei der Ausstellungseröffnung beginnt. Die Bilder sind in der Concordia bei Familie Heldmann, Brüderstraße 56, noch bis zum 14. November zu sehen. Weitere Infos gibt es unter heldmanns-restaurant.de

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