Ehemalige Grundschule Eisernstein

Ehemaliges Schulgrundstück liegt weiter brach

Das Grundstück zwischen dem Neubaugebiet An der Windmühle und der neuen Feuerwache Am Schützenplatz wartet auf eine neue Nutzung. Foto: R. Keusch
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Das Grundstück zwischen dem Neubaugebiet An der Windmühle und der neuen Feuerwache Am Schützenplatz wartet auf eine neue Nutzung.
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Auf dem Gelände der abgebrannten Grundschule Eisernstein sollen Wohnhäuser entstehen. Doch bei der Stadt fehlt Personal.

Von Tristan Krämer

Der Bebauungsplan Nr. 668 liegt weiter auf Eis. Dahinter verbirgt sich die Frage, wie es mit dem Gelände der ehemaligen Grundschule Eisernstein in Lüttringhausen weitergeht. Und zwar erst einmal gar nicht, wie Thomas Grieger, Leiter der Stadtkämmerei, am Mittwoch in der Bezirksvertretung (BV) Lüttringhausen auf eine Anfrage von Wolfgang Klubertz (CDU) erklärte. Grieger war als Vertreter der Stadtverwaltung in der BV zu Gast.

Geplant ist, dass auf dem rund 10 000 m² großen Gelände an der Straße Am Schützenplatz Wohnhäuser entstehen. Dazu müsste jedoch zunächst einmal der bestehende Bebauungsplan geändert werden. Der setzt für Teile des Grundstücks ausschließlich die Nutzung als Schulfläche fest. Für eine Änderung des Plans fehlt derzeit allerdings das Personal in der Stadtverwaltung, wie Frank Schulz von der städtischen Liegenschaftsverwaltung dem RGA am Donnerstag bestätigte. „Es ist unser Bestreben Baurecht zu schaffen, aber wie viele andere Bereiche gehen auch wir personell auf dem Zahnfleisch“, erklärte Schulz. Kürzlich sei zudem ausgerechnet die Mitarbeiterin erkrankt, die mit der Änderung des Bebauungsplans befasst war. Im August 2012 war das Gebäude der Grundschule Eisernstein wegen eines technischen Defekts an einem PC in Brand geraten und fast bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Eineinhalb Jahre später entschloss man sich, die Ruine abzureißen. Die Grundschule Eisernstein ist mittlerweile im Schulzentrum Klausen an der Lockfinker Straße untergebracht.

Bezirksvertreter zweifelt an fehlendem Interesse von Investoren

Ende 2016 entschied die Politik, den Bebauungsplan zu ändern und so den Weg für Investoren freizumachen, die das Grundstück mit Wohnhäusern bebauen wollen. Für solche besteht in Remscheid großer Bedarf. „Eigentlich hätte es damit bereits bis Mitte des Jahres weitergehen sollen. Aber das Personal war durch andere Aufgaben gebunden“, sagte Thomas Grieger in der Bezirksvertretung. Zwei Investoren, die Interesse an dem Grundstück hatten, seien mittlerweile nicht mehr im Rennen, erklärten sowohl der Leiter der Kämmerei als auch Frank Schulz vom Liegenschaftsamt.

Lüttringhausens stellvertretender Bezirksbürgermeister, Jürgen Heuser (SPD), kritisiert das Vorgehen der Stadt und bezweifelte, dass es derzeit kein Interesse mehr an dem Grundstück gebe: „Ich finde nicht gut, wie es abgelaufen ist. Angeblich gibt es keinen Investor, aber das stimmt nicht. Er hätte über den personellen Engpass informiert werden müssen.“ Unterstützung erhielt Heuser von Bezirksbürgermeister Andreas Stuhlmüller (CDU): „Es war die Rede von zwei Investoren, die jetzt abgesprungen seien. Unsere Infos sind andere.“

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