Kabelhersteller auf Expansionskurs

Druseidt investiert fünf Millionen Euro in den Standort Remscheid

Steht der Anbau, endet eine mehrjährige Rochade, um auf dem Firmengelände zusätzliche Produktionsfläche zu schaffen.
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Steht der Anbau, endet eine mehrjährige Rochade, um auf dem Firmengelände zusätzliche Produktionsfläche zu schaffen.

Die Firma Druseidt setzt ihren 2017 begonnen Ausbau am Firmensitz in Remscheid fort.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Der Mittelständler, Hersteller insbesondere von flexiblen Stromleitern für hohe Stromstärken, schafft derzeit Platz für eine Erweiterung der Produktionshalle 3, deren Bau bald begonnen werden soll. „Wir haben eigentlich den Plan, bis Ende des Jahres damit fertig zu sein“, berichtet Geschäftsführer Oliver Abrahams.

Steht der Anbau, endet damit eine mehrjährige Rochade mit dem Ziel, auf dem bisherigen Firmengelände zusätzliche Produktionsfläche zu schaffen. 2018 wurde auf einem nahen Grundstück ein 1400 Quadratmeter großes Außenlager eröffnet, gleichzeitig wurden die Parkplätze vom Firmengelände dorthin verlegt. Auf der so frei gewordenen Fläche entstand schließlich ein neuer mehrstöckiger Verwaltungsbau, der inzwischen nahezu fertig ist.

„Wir haben eigentlich immer Platzprobleme.“

Oliver Abrahams, Druseidt-Geschäftsführer

Dies ermöglicht den Abriss eines rund 60 Jahren alten Anbaus, in dem unter anderem Büros und Tagungsräume untergebracht waren. Er macht Platz für die geplante Hallen-Erweiterung. Zudem würden Büros in den Werkshallen aufgegeben und in Produktionsfläche umgewandelt, sagt Abrahams. Die zusätzliche Fläche werde dringend benötigt: „Wir haben eigentlich immer Platzprobleme.“

Die Firma Druseidt geht auf ein 1890 gegründetes Installationsgeschäft zurück. Seit den 70ern wächst das Unternehmen spürbar. Hatte es in den frühen 90er Jahren 60 Mitarbeiter, sind es heute 140. „Derzeit haben wir ein Auftragsvolumen, das 1,7 Mal höher liegt als im Boom-Jahr 2019“, sagt Abrahams.

Zu den Produkten gehören vor allem Kabel, die beweglich sind und dennoch hohe Stromstärken aushalten können, sie sind teilweise so dick, dass ein Meter weit über 100 Kilogramm wiegt. Zum Einsatz kommen die bei Öfen, mit denen Edelstahl eingeschmolzen wird. Kleiner Querschnitte auch in Schweißrobotern in der Automobilindustrie.

Nachdem die Firma bereits 2017 und 2018 rund 2,5 Millionen Euro in das neue Außenlager investiert hat, liege das Volumen für die derzeitigen Bauabschnitte bei etwa fünf Millionen Euro, erklärt Oliver Abrahams. Dabei schaffe das neue Verwaltungsgebäude nicht nur Platz für mehr Produktionsfläche, sondern biete den kaufmännischen Mitarbeitern auch modernere Arbeitsplätze: „Die Großraumbüros, die wir bisher teilweise hatten, sind ja nicht mehr ganz zeitgemäß.“

Nach der Erweiterung wird die Produktionshalle 3 bis direkt an die Neukamper Straße reichen. Danach sei das Potenzial des Grundstücks vermutlich ausgeschöpft, sagt Oliver Abrahams: „Das ist wahrscheinlich die letzte Maßnahme, um hier vor Ort mehr Produktionsfläche zu schaffen.“

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