Drittklässler bauen Fachwerk-Eingangstor

Oliver Trapp (oben) ist Vater eines Schülers und baut mit den Drittklässlern der Waldorfschule ein Fachwerk-Eingangstor. Foto: Roland Keusch
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Oliver Trapp (oben) ist Vater eines Schülers und baut mit den Drittklässlern der Waldorfschule ein Fachwerk-Eingangstor.

Projekt der Rudolf-Steiner-Schule

Von Sabine Naber

Bergisch Born Ein selbstgezimmertes Eingangstor aus Lärchenholz im Stil eines Fachwerkhauses verschönert in Kürze den Eingang zur Rudolf-Steiner-Schule in Bergisch Born. „Herzlich Willkommen“ steht auf dem Schild, das die Besucher von der Bornefelder Straße kommend begrüßt.

„Dieser Zugang ist sehr beliebt. Unsere Kinder aus den Schulbussen strömen so aufs Gelände, auch die Eltern benutzen ihn gerne, wenn sie zu den Festen kommen“, weiß Anke Opitz. Sie ist Klassenlehrerin an der Schule und betreut das dritte Schuljahr, das sich zurzeit mit einem Projekt unter der Überschrift „Handwerk“ beschäftigt.

In diesem Rahmen soll es um ein Haus als Schutz vor äußeren Einflüssen gehen, mit dem man gleichzeitig einen geschützten Innenraum bekommt. „Ziel ist es zu lernen, dass man sich diesen Schutz, den man auch als dritte Haut bezeichnet, bauen kann. Den Innenraum gestaltet man dann zum Wohlfühlen“, erklärt die Klassenlehrerin.

Oliver Trapp als Vater eines Schülers, hat die Bauaufsicht übernommen, leitet die Kinder an. Am Montag ging es mit den Vorarbeiten los, einen Tag später wurden die Wände aufgestellt. Inzwischen steht das Tor, das Dach ist gestern gedeckt worden, die Ziegel für das Gefache müssen noch hergestellt werden.

„Zuerst fand ich es richtig blöd, weil wir immer nur Löcher buddeln mussten. Aber jetzt, wo wir anstreichen dürfen, ist es cool“, so sieht es Leah (9). „Anfangs war es langweilig. Aber dann durften wir aufs Gerüst und beim Dach decken helfen. Das war schon besser. Und sieht jetzt auch super aus“, finden Nea und Luca.

„Die Kinder machen in diesem Alter den ersten Schritt raus aus der Kindheit. Dann dürfen sie auch Erfahrungen sammeln wie es ist, groß zu sein“, schildert Anke Opitz den Hintergrund für dieses Holzprojekt. Abwechselnd in Praxis und Theorie arbeiten die Kinder in dieser besonderen Woche. „Wir besprechen, wie die Werkzeuge heißen, wie sie eingesetzt werden und beschäftigen uns mit alten und aktuellen Gewerken.“

Der Eingang von der Bornefelder Straße sei vorher alles andere als schön gewesen. Das hölzerne Eingangstor in seiner landschaftlich typischen Fachwerk-Bauweise sei jetzt ein bewusstes Zeichen, dass man hier in der Waldorfschule willkommen ist. Ohne die Corona-Pandemie würden sich viele Eltern bei diesem Projekt engagieren. So aber ist nur Elternvater Oliver Trapp die ganze Woche dabei. „Am Wochenanfang sind wir mit dem Projekt richtig gestartet, da war das Fundament schon fertig. Die Kinder haben ganz viel selber gemacht, hatten Spaß dabei“, lobt er.

Auch die Ziegel in einem Verbund aus Lehm und Stroh werden selbst hergestellt. „Das Gefache kommt also noch, dann wird verputzt und gestrichen wie man es auch bei den Wänden eines Fachwerkhauses macht“, fasst es Anke Opitz zusammen.

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