Berufswahl

Jugendberufsagentur: Welche Berufs-Klamotten passen am besten?

Arzt oder Bauarbeiter werden: Beim Tag der offenen Tür der Jugendbildungsagentur dank Fotobox kein Problem.
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Arzt oder Bauarbeiter werden: Beim Tag der offenen Tür der Jugendbildungsagentur dank Fotobox kein Problem.

Hier gibt´s Hilfe, egal ob Jobcenter, Jugendamt oder eine andere Behörde zuständig sind. Es geht nicht um Anträge, sondern das Ziel: Junge Leute auch mit schwierigen Startbedingungen in die Arbeitswelt zu begleiten. Jetzt war Tag der offenen Tür.

Von Dela Kirchner

Remscheid. Kooperation statt Bürokratie: In der Jugendberufsagentur (JBA) Remscheid werden die Angebote von Jobcenter, Agentur für Arbeit und städtischer Jugendhilfe gebündelt, hier erhalten Jugendliche und junge Erwachsene Unterstützung. Ohne vorher Zuständigkeiten und Rechtskreise klären zu müssen. Am Samstag stellte sich die Einrichtung mit einem Tag der offenen Tür vor.

„Wir sind eine offene Anlaufstelle für Jugendliche“, erklärt Stephan Lerch von der Jugendberufsagentur. Vor etwas mehr als einem Jahr legte die Einrichtung in ihrem neuen Sitz direkt am Friedrich-Ebert-Platz los. Nun wolle man den Bekanntheitsgrad in die Zielgruppe, etwa zwischen 15 und 25 Jahren, erhöhen, so Lerch: „Wir möchten die Jugendlichen mit ihren Wünschen und Ideen abholen.“

Fotobox: Pics in verschiedenen Berufsbekleidungen

Dafür hatten die drei Kooperationspartner am Samstag ordentlich aufgefahren: mit Snacks, Musik vom DJ und natürlich jede Menge Informationen rund um die Themen Berufswahl und Start in den Job. Per Virtual-Reality-Brille konnten die Besucher neue Berufe erkunden. Und sich in einer Fotobox mit der passenden Berufsbekleidung ablichten lassen. Ergänzt durch Beratungsangebote verschiedener Organisationen. Und mit ganz viel Raum, das alles zu entdecken.

Dies kam offenbar gut an. „Es war heute schon richtig was los“, freute sich Berufsberaterin Saskia Pörner bereits zur Halbzeit der Veranstaltung. „Es war wirklich sehr schön. Wir sind sehr zufrieden“, lautete Stephan Lerchs Fazit schließlich am Ende des Tages.

Gut ein Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich im Alltag der Jugendberufsagentur um die Belange des jungen Klientels. „Viele der Jugendlichen haben so viele Baustellen, dass sie überhaupt nicht wissen, wo sie anfangen sollen“, berichtet Beraterin Saskia Pörner von ihren Erfahrungen. Und ihre Kollegin Silke Geller ergänzt: „Wir arbeiten die Herausforderungen der Jugendlichen gemeinsam mit ihnen der Reihe nach ab.“

Die Grenzen zwischen den verschiedenen Institutionen und die juristische Zuständigkeit spielen dabei höchstens eine untergeordnete Rolle, wie Stephan Lerch betont: „Wir beschäftigen uns auch gemeinsam mit Suchtproblematiken, bringen junge Frauen ins Frauenhaus und kümmern uns um die, die obdachlos geworden sind.“

Dabei ist die JBA ausdrücklich nicht nur für benachteiligte Jugendliche da, sie steht allen jungen Remscheidern offen, die Fragen rund um Beruf, Leistungen zum Lebensunterhalt oder Ähnlichem haben. Sei es bei der offenen Sprechstunde oder nach einer unkomplizierten ersten Kontaktaufnahme über das Formular auf der Website.

Das soll auch die Gestaltung der Räume im vierten Stock des ehemaligen RGA-Pressehauses am Busbahnhof signalisieren. Sie sind hell, freundlich und farbenfroh, dazu modern und gemütlich eingerichtet. Beratungen sind vertrauensvoll im Einzelgespräch oder in größerer Runde in der Lounge mit tollem Blick über Remscheid möglich. Hier sind Jugendliche und junge Erwachsene auch nach Ende des Tags der offenen Tür willkommen.

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