Konzert

Drei beeindruckende Stimmen veredeln die italienische Operngala

Beeindruckende italienische Operngala im Teo Otto Theater.
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Beeindruckende italienische Operngala im Teo Otto Theater.

Sarah Mehnert, Leonor Amaral und Miljenko Turk begeisterten im Theater.

Von Sabine Naber

Remscheid. Bei der italienischen Operngala, zu der die Bergischen Symphoniker am Samstagabend ins Teo Otto Theater eingeladen hatten, ging es um die große Liebe, um Leidenschaft und Romantik, aber auch um dramatische Lebensumstände.

Nach einem glanzvollen Start mit der bekannten Ouvertüre aus Rossinis Oper „La gazza ladra“ (Die diebische Elster), bat Generalmusikdirektor Daniel Huppert die Mezzosopranistin Sarah Mehnert im eleganten, hochgeschlitzten Abendkleid und den Bariton Miljenko Turk im festlichen Frack, auf die Bühne. Sie sangen eine Arie aus der Oper „Der Barbier von Sevilla“, die der Dirigent augenzwinkernd mit dem Untertitel „Heirat mit Hindernissen“ versah.

Mehnerts voluminöse und zugleich warm klingende Stimme erklang in vielen Facetten und passte im Duett großartig zu Turks kraftvollem Bariton. Das Publikum bedankte sich mit viel Applaus.

An einem italienischen Konzertabend dürfen Melodien des italienischen Opernkomponisten Gaetano Donizetti, dem Meister der Belcanto-Oper nicht fehlen. Als Krone seines Schaffens wird die Oper „Don Pasquale“ mit ihrem mediterranen Klangzauber bezeichnet. Mit der Koloratursopranistin Leonor Amaral, die mit hoher Stimmkultur und großer Leichtigkeit singt, präsentierten die Sängerinnen die Arie „Bella siccome un angelo“.

Hohe Gesangskultur verlangte auch das anschließende „Mira, o Norma“ aus Vincenzo Bellinis Tragischer Oper „Norma“. Hier hielt Sarah Mehnert ein rotes Buch in den Händen und schien einen Roman zu kommentieren, den Norma gerade las. Sie unterstrich ihren Gesang eindrucksvoll durch entsprechende Gesten und Mimik.

„Die italienische Sprache wurde von jeher bei der Oper bevorzugt“, kündigte Huppert Mozarts „Le Nozze di Figaro“ (Die Hochzeit des Figaro) an, bevor die Bergischen Symphoniker ihre Gäste mit einem traumhaft schönen Vorspiel zum ersten Akt aus Giuseppe Verdis Oper „La Traviata“ zum zweiten Teil des Konzertabends begrüßten.

Sängerinnen überzeugtenmit hoher Emotionalität

Mit „La Bohème“, Giacomo Puccinis Oper, in der es um Leben, Leiden und Lieben geht, zeigten die Sängerinnen und der Sänger einmal mehr ihr großes Können. Facettenreich die Stimmen von Leonor Amaral und Sarah Mehnert. Nie klangen sie angestrengt, überzeugten mit hoher Emotionalität. Miljenko Turk verstand es vorzüglich, seine beeindruckende Stimme mal nahezu sanft, dann aber wieder kraftvoll und bestimmend erklingen zu lassen.

Mitreißend, dramatisch und ein musikalischer Hochgenuss „La tempesta è vicina“ aus Verdis „Rigoletto“, mit der die Operngala geendet hätte, wenn die Symphoniker ihr Publikum nicht mit einer Zugabe verwöhnt hätten. „Wenn Sie Nachfahren haben, dann können Sie ihnen erzählen, was Sie heute Abend alles verpasst haben. Bleiben Sie uns treu“, verabschiedete sich Orchesterleiter Daniel Huppert mit den Bergischen Symphonikern vom begeisterten Publikum, das sich mit viel Applaus für diesen ganz besonderen Konzertabend bedankte.

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