„Auf eine Tasse Kaffee mit . . .“

DOC: Gegenwind stört den OB nicht

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Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (r.) sprach mit RGA-Redaktionsleiter Axel Richter (l.) und einigen RGA-Lesern über aktuelle Themen.

Mit den RGA-Lesern sprach Burkhard Mast-Weisz am Freitag über auch über eine wenig erfreuliche Woche.

Von Axel Richter

Es gab für ihn schon angenehmere Wochen im Amt des Oberbürgermeisters. Daraus machte Burkhard Mast-Weisz keinen Hehl. Der Streit ums DOC mit Wuppertal hat seine Spuren hinterlassen. Welche, das erfuhren am Freitag aus erster Hand die RGA-Leserinnen und -Leser im Café Barista. Der RGA hatte sich dort mit dem OB auf eine Tasse Kaffee verabredet und die Leser gleich dazugebeten. Das waren die spannendsten Themen:

Wie ist der Stand im DOC-Streit mit Wuppertal?

„Das ist schon eine schräge Geschichte“, sagt Mast-Weisz. Er könnte auch von Wortbruch sprechen. „Als Wuppertal mit seinem Ikea gestartet ist, haben wir uns zurückgehalten. Im Gegenzug stand die Aussage, dass Wuppertal uns mit dem DOC gewähren lässt.“ Doch dann folgte die Stellungnahme aus Wuppertal, die mit der Forderung schloss: „Die Planungen sind einzustellen.“ Der OB nennt das anmaßend. „Wir sind nicht der Vorort und nicht der Parkplatz von Wuppertal“, sagt er. Und er ist enttäuscht. Denn unterzeichnet war der Brief von seinem Dutzfreund Johannes Slawig, Stadtdirektor von Wuppertal. Beide haben ein Gespräch vereinbart. „Es werden klare Worte sein“, sagt Mast-Weisz.

Wie steht es angesichts solcher Querschüsse um die bergische Zusammenarbeit?

„Wir müssen zusammenarbeiten“, sagt Mast-Weisz. Wenn es um Fördergelder geht, bleibe beiden Städten gar nichts anderes übrig. Aber: „Das war ein klarer Dämpfer“, sagt der OB und fragt: „Wie verlässlich sind die Aussagen aus Wuppertal?“

Und wie geht es nun weiter mit dem DOC?

„Der Gegenwind aus Wuppertal interessiert mich nicht“, sagt Mast-Weisz. Bestärkt sieht er sich von den anderen bergischen Nachbarn. Solingen verhalte sich kritisch-konstruktiv. In Wermelskirchen, Radevormwald und Hückeswagen gebe es Zurückhaltung, aber auch klare Zustimmung. Von Seiten der Bezirksregierung gebe es bisher keine Signale, die das DOC scheitern lassen dürften. Hobbysegler Mast-Weisz will deshalb Kurs halten, wie er sagt. „Ich will, dass das Ding kommt.“

Wenn es kommt, ist das Röntgenstadion Geschichte. Der FCR möchte ins Stadion Reinshagen. Prompt sorgen sich die dortigen Vereine, der große FC würde sie verdrängen. Was ist dran an den Sorgen?

„Da ist nichts dran“, sagt der OB. Noch prüfe die Stadt, ob Reinshagen überhaupt eine Option für den FCR sein könnte. Und wenn ja, „werden wir in der weiteren Planung gewiss nicht zulassen, dass die kleineren Vereine vertrieben werden.“

Kommen soll auch ein neues Kino. Wie weit ist die Stadt damit, mochte eine RGA-Leserin wissen.

Potenzielle Betreiber und Investoren sind gefunden. Doch die Kinobesucher müssen parken können. „Wir warten auf die schriftliche Bestätigung, dass 90 Stellplätze im Parkhaus am Bahnhof zur Verfügung stehen“, sagt Mast-Weisz. Nach den Ferien soll der Rat entscheiden, welche Kette das Kino betreiben soll.

Stichpunkt Sommerferien. Wohin fährt denn der OB?

Ans Wasser. Aber diesmal nicht aufs Schiff. Mit seiner Frau Bärbel fährt Burkhard Mast-Weisz zunächst zum Wandern nach Südtirol und danach weiter nach Venedig. Danach will im Vohwinkler Heim eine Tür eingebaut werden. Übrigens die gleiche, die schon Ostern montiert werden sollte. Doch wie das so ist: Die erste Tür war die falsche, die zweite Tür passte nicht. Jetzt folgt der dritte Anlauf.

Kann er eigentlich gut abschalten vom Job?

Nur, wenn er anderes zu tun hat. „Strandurlaub, das wäre nichts für mich“, sagt Mast-Weisz.

NÄCHSTER TERMIN

DIE AKTION RGA-Lokalchef Axel Richter bittet die Entscheider in der Stadt und in den Stadtteilen auf eine Tasse Kaffee. In lockerer Runde wird geplauscht über das, was gerade aktuell ist. Weiter geht es am Freitag, 10. Juli, in Lüttringhausen. Für 16 Uhr ist der RGA mit Bezirksbürgermeister Andreas Stuhlmüller verabredet.

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