„Spatz von Paris“

Fritz-Rémond-Theater lässt Edith Piaf und Marlene Dietrich aufleben

Heleen Joor (l.) spielt Edith Piaf, Susanne Rader Marlene Dietrich. Foto: Doro Siewert
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Heleen Joor (l.) spielt Edith Piaf, Susanne Rader Marlene Dietrich.

Diven offenbaren ihre Freundschaft mit Chansons. Im nächsten Stück steht Gil Ofarim auf der Bühne.

Von Sabine Naber

Remscheid. Es ist 1948. Edith Piaf (Heleen Joor) erlebt bei ihrem ersten Auftritt in New York einen Flop. Und schimpft heftig auf die „verdammten Kretins“, die ihre Kunst nicht zu würdigen wissen. Unter den Zuhörern ist auch Marlene Dietrich (Susanne Rader), die eigens gekommen war, um den „Spatz von Paris“ singen zu hören. Sie lädt Edith zu einem Drink ein – und bald tanzen sie gemeinsam über die Bühne und singen „Wenn die beste Freundin“.

Das Schauspiel „Spatz und Engel“ des Fritz-Rémond-Theaters im Zoo Frankfurt mit Musik von Daniel Große Baymann und Thomas Kahry beschreibt die Lebensgeschichte der beiden weltberühmten Diven des 20. Jahrhunderts, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Am Freitagabend wurde diese Freundschaft im Teo Otto Theater wieder lebendig.

Während Edith ihre leidenschaftlichen Gefühle auslebt, wirkt Marlene cool und diszipliniert. Dieser Gegensatz zog sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Die Piaf zierlich und dunkelhaarig im kleinen Schwarzen, die Dietrich hochgewachsen und blond, im legendären weißen Hosenanzug und einem Mantel, bei dem die Schleppe über den Boden schleifte. Auch äußerlich könnten die beiden Frauen kaum unterschiedlicher sein.

Die Piaf scheint leibhaftig auf der Bühne im TOT Remscheid zu singen

Begleitet von der Pianistin Cordula Hacke und dem Akkordeonspieler Vassily Dück erklangen dabei so bekannte Lieder wie „Padam, Padam“, „Sag mir, wo die Blumen sind“ und natürlich „Non, je ne regrette rien“. Man meinte, die Piaf leibhaftig zu hören – ihre klangvolle Stimme war großartig, ihr Lachen unvergesslich. Und man glaubte, Marlene Dietrich vor sich zu sehen, wenn Susanne Rader im Frack mit einem Zylinder auf dem Kopf die Freundin ansagte: „Heute wird hier Geschichte geschrieben. Heute tritt Edith Piaf auf.“

Dienstag im Teo Otto Theater: „Tod auf dem Nil“ mit Gil Ofarim

So geht es weiter im Theater: Am morgigen Dienstag, 5. Oktober, 19.30 Uhr, bringt Carpe Artem das Sprechtheater „Tod auf dem Nil“ nach dem Agatha-Christie-Krimi auf die Bühne. Eine der Hauptrollen spielt Gil Ofarim. Karten: 15 Euro, Jugendticket 5 Euro. Promis grüßen am Theater-Eingang: „Wir kommen nach Remscheid“

Am Sonntag, 10. Oktober, 11 Uhr, erklingt „Musik am Sonntagvormittag“ vom Bläserquintett der Symphoniker. Karten; 15 Euro, Jugendticket 6,50 Euro: Tel. 16 26 50.

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