Rezept

Dieses Gebäck ist ein Fest für den Gaumen

Brita Kipphen schwört auf das Spekulatius-Rezept und das Model ihrer Großmutter. Die Weihnachtsbäckerei ist eine Familientradition. Foto: Roland Keusch
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Brita Kipphen schwört auf das Spekulatius-Rezept und das Model ihrer Großmutter. Die Weihnachtsbäckerei ist eine Familientradition.

RGA-Leserin Brita Kipphen verrät ihr Spekulatius-Rezept.

Von Peter Klohs

Remscheid. Nicht umsonst heißt es: Das Auge isst mit. Man muss die von RGA-Leserin Brita Kipphen hergestellten Gewürzspekulatius nur ansehen, und schon läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Der goldbraune Farbton des Gebäcks verheißt einen äußerst wohltuenden Schub, der eindeutig von den Geschmacksknospen auf der Zunge ausgeht.

Ein Nahrungsmittel mit dieser gewinnenden Optik muss lecker sein. Und da Spekulatius im Sommer nur von wenigen Unentwegten zu sich genommen werden, ist jetzt auch die richtige Zeit für den Genuss des goldbraunen und knackigen Gebäcks. Spekulatius schmecken nur im Winter gut.

Brita Kipphen, beinahe 77 Jahre alte Remscheiderin, backt ihre Gewürzspekulatius seit Jahrzehnten in einem etwas 70 Jahre alten, ungefähr 75 Zentimeter langen Holzbrett (Model), das ursprünglich ihrer Großmutter gehörte und über deren Tochter, Brita Kipphens Mutter, weitergegeben worden ist.

Im Brett sind sechzehn Formen ausgeschnitzt, fein bis in die Kleinigkeiten. Und fein bis in die Kleinigkeiten ist auch die Herstellungsart der Spekulatius, die je nach Kraft und Ausdauer des Bäckers oder der Bäckerin gerne mal zweieinhalb Stunden dauern kann. „Minimum“, sagt Brita Kipphen.

Das Rezept: Die von ihr favorisierte Art der Gebäckherstellung ist eine uralte Methode. „Zunächst einmal brauchen wir die Materialien: 750 Gramm Mehl, 400 Gramm Zucker, 225 Gramm Butter, 3 Eier, eine Prise Salz, jeweils einen halben Teelöffel Backpulver, Piment, Zimt und Muskat sowie eine Packung Ostmanns Spekulatiusgewürz. Das wäre es schon.“

Die Zubereitung: Zunächst werden Butter, Zucker und die Eier vermengt. Dann wird das mit Gewürzen und Backpulver vermischte Mehl hinzugegeben und tüchtig verknetet. „Das ist schon anstrengend und kräftezehrend“, führt Brita Kipphen aus. „Zumindest dann, wenn man es ordentlich macht.“ Sollte der Teig etwas zu trocken sein, kann man etwas Milch hinzugeben. Der Teig soll dann über Nacht ruhen. Am nächsten Tag sollten die Formen mit Mehl ausgestäubt werden, damit der Teig nicht daran klebenbleibt. Anschließend kann man den Teig sorgfältig hineinkneten. Der überschüssige Teig wird mit einem Messer abgetrennt und kann wieder verwendet werden. Die rohe Backmasse wird nun mit Zuckerwasser bestrichen. Jetzt kann der Teig bei 220 Grad Ober- und Unterhitze gebacken werden.

Der Teig reicht für sieben bis acht Backbleche

Optimal sind die Spekulatius geraten, wenn sie einen goldbraunen Farbton haben. „Das dauert so acht bis zehn Minuten“, sagt Brita Kipphen. Und nach der Abkühlung sind die nun fertigen Gewürzspekulatius verzehrbereit.

„Die von mir angegebenen Mengeneinheiten reichen gewiss für sieben oder acht Backbleche“, meint die Bäckerin. „Da hat man ordentlich was von.“ Das Rezept sowie das verwendete Model stammen ursprünglich von ihrer Großmutter, die verstarb, als Brita 6 Jahre alt war. Aber das Backen blieb Tradition in der Familie und wurde über die Mutter auf Brita vererbt. „Natürlich backe ich auch andere Sachen“, berichtet die Remscheiderin, „Berliner Brot und all dieses leckere Weihnachtsgebäck. Aber diese Gewürzspekulatius sind mir immer noch die liebsten, und solange ich kann, werde ich sie in jedem Winter backen.“ Na dann: Gutes Gelingen und guten Appetit!

Es lohnt sich

Um das Rezept von Brita Kipphens Gewürzspekulatius nachzubacken, benötigt man etwas Kraft und Zeit. Die reine Herstellung des leckeren Gebäcks dauert zweieinhalb Stunden. „Aber das lohnt sich“, ist die Bäckerin überzeugt.

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