Historisches Foto

Neues Rätsel: Wo befinden sich Kreuz und Statue?

Das Foto von Rudi Honsberg entstand 1980.
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Das Foto von Rudi Honsberg entstand 1980.

Das Rätselfoto zeigte die Konzertbühne im Stadtpark – Als Fünfjährige war Sabine Jungke dort der Applaus für „Alle meine Entchen“ gewiss.

Von Andreas Weber

16,5 Hektar grüne Lunge zum Erholen: Der Stadtpark mit der Konzertmuschel, vor der die Besucher auf Holzbänken Platz nehmen.

Zu diesem erholsamen Ort hat Ernst Melzer seinen Beitrag geleistet. Zur Konzertmuschel im Stadtpark schreibt der RGA-Leser: „Ich habe damals das Schieferdach in altdeutscher Deckung mit meinen Altgesellen Günther Koch und Herbert Benz, beide leider verstorben, hergestellt.“ Bei vielen Spaziergängen ist sie für Melzer ein „Hingucker“ geblieben.

Die Park-Geschichte rollt Heinz-Jürgen Schmitz auf: „1885 konnte der Verschönerungsverein um die Gründer Julius Koch, Karl Hessenbruch und Johann Peter Arndt das Areal erwerben. Dieses wurde zum heutigen Stadtpark ausgebaut. An dessen Rand wurde 1886 eine Stadtparkhalle und 1901 der Bismarckturm erbaut. Am heutigen Standort der Konzertmuschel entstand in der Nähe zum Gedenken an die Märzunruhen von 1920 das 1922 eingeweihte Denkmal ,Der Fackelträger‘, das 1933 von den Nazis zerstört wurde.“

Eine herrliche Freiluftbühne im Grünen, die bei Konzerten immer viele Besucher anlockt: die Konzertmuschel im Stadtpark.

1950 wurde das Mahnmal einer Mutter, die ihren Sohn in den Armen hält, aufgestellt, das heute im Staudengarten auf dem Platz des alten Rundpavillons steht. Heinz-Jürgen Schmitz erwähnt auch die erste Leistungsschau 1950 in und um den Stadtpark. „Diese wurde am 1. Mai 1957 überboten durch die tolle Aktion der 1000 Wasserfontänen am Standort der Konzertmuschel.“ Und dann nennt Heinz-Jürgen Schmitz noch das 1874 im Rosengarten geschaffene Krieger- und Siegerdenkmal zum Andenken an die Toten der Kriege 1864 bis 1866.

Der Stadtpark ist im Herzen Remscheids eine 16,5 Hektar große Grünanlage mit der Muschel mittendrin. „Als Fünfjährige in den 70er Jahren durfte ich nach dem Konzert auf die Bühne, um voller Begeisterung ,Alle meine Entchen‘ zu schmettern“, erinnert sich Sabine Jungke: „Der Applaus war mir sicher, lediglich ein kleiner Junge muss den Staudengarten mit zugehaltenen Ohren verlassen haben. Darüber berichtete sogar der RGA. Ob mein Gesang fürchterlich war? Ich jedenfalls hatte viel Spaß.“

Herbert Wagener denkt zurück an einen Auftritt von Howard Carpendale vor rund 45 Jahren, der dem Schlagersänger mit seinen drei kleinen Töchtern an der Muschel dem Schlagerhünen zuhörte.

Frank Kohl dachte beim Anblick der Konzertmuschel als Viertklässler, „dass es sich um ein herabfallendes Dach handelte, wenn man es aus einer anderen Perspektive sieht.“ Als Erwachsener sang Kohl dann dort mit dem Männerchor Germania.

Thomas Groß ist am Stadtpark aufgewachsen. Als Kind verbrachte er viel Zeit dort. „Auf dem Spielplatz haben wir uns ausgetobt und Minigolf gespielt. Auch mit meinem Kettcar habe ich die Wege im Stadtpark erkundet. Im Winter bin ich mit meiner Schwester die Herderstraße mit dem Schlitten runtergefahren.“

Nach dem Flugzeugabsturz blieb der Stadtpark vier Jahre geschlossen

Generell, so Roland Benscheid, seien Konzertmuscheln häufig in Parkanlagen und an Promenaden von Kurorten anzutreffen. „Die Konzertmuschel hat sich nach ihrer Einweihung schnell zu einem Zentrum kultureller Unterhaltung entwickelt“, meint Benscheid. „Hoffentlich wird es dieses Jahr wieder möglich sein, dort viele schöne Konzerte zu hören“, drückt Heinz-Peter Riedemann die Daumen. Die Besucher strömen, wenn im Stadtpark große Veranstaltungen wie das Park Food Festival stattfinden. „In trauriger Erinnerung wird ewig bleiben, dass der Stadtpark 1990 wegen hoher PCB-Belastung nach dem Flugzeugabsturz in der Stockder Straße geschlossen wurde. Erst 1994 wurde er wieder eröffnet“, meint Heinz-Jürgen Schmitz. Helmut Schucht fällt der Staudengarten im Stadtpark als ein Schmuckstück ein, auch Springbrunnen, die Minigolfanlage und Modenschauen seien reizvoll gewesen. „2006 wurde der Garten der Sinne in unmittelbarer Nähe der Konzertmuschel der Allgemeinheit übergeben. Beate Wilding als Oberbürgermeisterin hielt die Eröffnungsrede“, schreibt Schucht. Bardo Reinke preist den Park als schöne Fläche zum Flanieren.

Richtige Antworten schickten auch Ernst Erdmann und Ulrich Hager.

Neues Rätsel: Wo befinden sich Kreuz und Statue?

Heute begeben wir uns in die Außenbereiche von Remscheid. Das Foto von Rudi Honsberg entstand 1980. Das Kreuz mit der Statue gibt es an der Stelle immer noch. Schicken Sie die Lösung bis zum 11. März per E-Mail oder Post, gerne mit persönlichen Anekdoten, an den RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid; redaktion@rga-online.de.

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