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Diese Schlagzeilen wünschen sie sich 2022 für Remscheid

Diese Schlagzeilen wünschen sich Remscheider.
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Diese Schlagzeilen wünschen sich Remscheider.

Themen für das neue Jahr: von Corona bis hin zum Outlet-Center und der Digitalisierung an den Schulen

Von unserer Redaktion

„Neues Jahr, neues Glück“, heißt es so schön. Wir haben zum Jahreswechsel gefragt: Welche Schlagzeile möchten Sie 2022 im RGA lesen?

Seyda Sahan, Schülersprecherin am EMA, hofft auf die Lösung eines drängenden Problems. „Ich spüre fast täglich in der Schule, wie viel noch bei der Digitalisierung in Remscheid getan werden muss. Da wir uns nicht ein Video oder eine Dokumentation auf unserer elektronischen Tafel anschauen können, ohne dass die Unterbrechungen durch das ‘Loading-Symbol’ länger dauern als das eigentliche Video.“ So lautet ihre Schlagzeile: „Alle Remscheider Schulen haben stabiles Wlan“.

Seyda Sahan.

Für Gunther Brockmann wäre es eine gute Nachricht, wenn das Hin und Her um den Bau des Designer-Outlet-Centers (DOC) in Lennep ein Ende nimmt. „Das DOC darf gebaut werden“, lautet die Schlagzeile, die er sich für 2022 wünscht. „Die Entscheidung beim Bundesverwaltungsgericht steht ja schon bald an.“ Er hoffe sehr, dass es am 25. Januar nicht im Sinne der privaten Kläger entscheidet, die sich gegen das Center wenden, erklärt der Chef der Lenneper Karnevalsgesellschaft. Für ihn steht fest: „Das DOC eröffnet Perspektiven für die gesamte Region.“

Gunther Brockmann.

Dr. Volker Schatz, Betreiber der Kleinkunstbühne Schatzkiste, wünscht sich, diese Schlagzeile zu lesen: „Eigenes Ensemble der Schatzkiste begeistert das Publikum“. Gerne auch mit der Unterzeile: „Bei der Premiere des eigenen Ensembles der Schatzkiste applaudierten die Zuschauer stürmisch.“ Schatz erklärt: „Darauf hoffe ich 2022, weil wir dann die Premiere feiern werden. Voraussichtlich im Dezember. Wegen Corona mussten wir es um ein Jahr verschieben.“ Er betont: „Weiß der Teufel, ob 2022 besser wird, vor allem für die Kultur. Denn das haben wir Ende 2020 auch für 2021 gesagt. . . Aber ich möchte auf jeden Fall an der Schatzkiste festhalten.“

Dr. Volker Schatz.

Natürlich wünsche sie sich 2022 Frieden auf der Welt oder auch, dass Corona ein Ende hat. Friederike Pohl will aber beharrlich ein weiteres Ziel verfolgen, das zuletzt für viel Gesprächsstoff im Stadtrat sorgte. „Die Alleestraße bekommt ein öffentliches WC“, lautet ihre Schlagzeile. Immer wieder hatte die Vorsitzende des Behindertenbeirats in der Ortspolitik die fehlenden Toiletten thematisiert. „Es geht da ja auch um Familien mit kleinen Kindern, die eine Anlaufstelle benötigen.“ Diese könnte in einem leerstehenden Pavillon auf der Allee entstehen, wie es zuletzt bei der Verwaltung hieß. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, steht für sie fest.

Friederike Pohl.

Absolut nachvollziehbar ist auch die Wunsch-Schlagzeile von Andreas Holthaus: In den vergangenen zehn Jahren sammelte der Vorsitzende des Fördervereins Christliches Hospiz mit seinem Team rund 2,5 Millionen Euro für den Bau des ersten stationären Hospiz in Remscheid. Entsprechend möchte er im kommenden Jahr „Der Neubau des Bergischen Hospizes in Bergisch Born hat begonnen“ im RGA lesen.

Andreas Holthaus.

Birgit Köppe-Gaisendrees, Leiterin der Ärztlichen Kinderschutzambulanz Bergisch Land: „Ich wünsche mir, dass die Kinder, mit denen wir arbeiten, keine Masken mehr brauchen. Denn unsere Arbeit mit Kindern, die von Gewalt betroffen sind, besteht nicht nur aus Worten.“ Die Mimik der Kinder sei ein wesentliches Element, um sich ihnen nähern zu können. “Und um zu verstehen, was in ihnen innerlich vorgeht, auch oder gerade dann, wenn Worte fehlen.“

Birgit Köppe-Gaisendrees

Der Vorsitzende des Stadtsportbunds, Reinhard Ulbrich, würde sich freuen, wenn 2022 alle Sportplätze und Turnhallen geöffnet wären. „Sport ist für alle wieder möglich“, lautet seine Schlagzeile. Bei allen Corona-Problem seien 2021 für den Sport in Remscheid wesentliche Weichen gestellt worden. Nach Jahren der Ungewissheit sind nun die Pläne für die Anlagen in Neuenkamp und Hackenberg konkret. Zudem sei es gelungen, für die Nutzung des Stadions in Reinshagen mit den dortigen Vereinen eine Einigung zu erzielen. Als „happig“ bezeichnet er die momentane Testpflicht vor dem Training im Innenbereich: „Und das unabhängig davon, ob die Sportler geimpft oder sogar geboostert sind.“

Reinhard Ulbrich.

Vor der Vorsitzenden des Initiativkreises Kremenholl, Gabriele Leitzbach, liegt ein besonderes Jahr. „2022 feiern wir unser 25-jähriges Bestehen.“ Corona zum Trotz plant sie das Stadtteilfest ebenso wie das Comedy-Festival, bei dem sie ein „Best-of-Programm“ arrangieren will – mit Künstlern, die beim Festival schon mal auftraten und begeistern konnten. Die Schlagzeile, die sie wählt, könnte für all das die Überschrift sein: „Wir bleiben am Ball – und halten zusammen.“ | Standpunkt

Gabriele Leitzbach

Standpunkt: Zusammenhalt macht Mut

frank.michalczak@rga.de

Kommentar von Frank Michalczak

Gabriele Leitzbach macht mit ihrer Schlagzeile für 2022 Mut: „Wir bleiben am Ball – und halten zusammen“, textete die Vorsitzende vom Initiativkreis Kremenholl. Zusammenhalt ist der Begriff, der auch das kommende Jahre prägen sollte. Denn: Noch ist das Ende der Pandemie nicht in Sicht. Noch werden wir mit Kontaktbeschränkungen, mit Testpflichten und dem dringenden Appell, die Impfempfehlungen zu beachten, leben müssen. Wer sich daran hält, schützt nicht nur sich, sondern auch seine Mitmenschen – die Familie, die Freunde, die Nachbarn und Kollegen. Der Kampf gegen Corona ist nur dann erfolgreich, wenn sich möglichst alle an die Spielregeln halten und sich somit im Zusammenhalt üben. Dass dies in Remscheid bestens funktionieren kann, belegt die Hilfsbereitschaft, die vor einigen Jahren in Zeiten der Flüchtlingskrise herrschte – oder zuletzt das große Spendenaufkommen für alle, die in der Flut ihr Hab und Gut verloren haben. Zusammen werden die Menschen dieser Stadt auch die Herausforderungen meistern, die noch vor ihnen liegen. In diesem Sinn: Ein frohes neues Jahr!

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