Diese Regeln sind beim Herbstlaub zu beachten

Auch Mitarbeiter der Technischen Betriebe Remscheid sind im Herbst mit dem Beseitigen des Herbstlaubs beschäftigt. Foto: Roland Keusch
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Auch Mitarbeiter der Technischen Betriebe Remscheid sind im Herbst mit dem Beseitigen des Herbstlaubs beschäftigt. Foto: Roland Keusch

Verbraucherzentrale, Ordnungsamt und Technische Betriebe geben Tipps

Von Manuel Böhnke

Erst hat der Herbst die Bäume bunt gefärbt – nun nach und nach die Gehwege und Straßen. Damit schlägt die Stunde der Besen, Kehrschaufel und Laubbläser. Doch was ist erlaubt? Welche Pflichten gibt es? Der RGA beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wer ist für das Kehren des Herbstlaubs verantwortlich?

In erster Linie ist der Eigentümer des angrenzenden Grundstücks für die Säuberung des Bürgersteigs in der Pflicht. Mit eventuellen Mietern kann er Vereinbarungen treffen, dass sie den Herbstputz übernehmen. Er muss jedoch prüfen, ob dies tatsächlich geschieht.

Wie oft muss der Gehweg gesäubert werden?

Diese Frage beantwortet ein Blick in die „Satzung über die Straßenreinigung und die Erhebung von Straßenreinigungsgebühren in der Stadt Remscheid“. Darin ist festgeschrieben, dass die Bürgersteige einmal wöchentlich in der Zeit von 7 bis 19 Uhr gesäubert werden müssen. Gleichzeitig weist die Verbraucherzentrale darauf hin: „Türmt sich das Laub zu Bergen, müssen Mieter oder Hausbesitzer häufiger Einsatz zeigen.“ Das bedeutet allerdings nicht, dass sie ununterbrochen den Besen schwingen müssen – das wäre nicht zumutbar. Aus seiner beruflichen Praxis weiß Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann: „Wenn das Laub festgetreten ist, liegt es schon seit einigen Wochen auf dem Boden.“

Wohin mit dem Laub?

Wer über einen eigenen Garten verfügt, kann das Laub dort sammeln, rät Ulrich Dreesen von den Technischen Betrieben Remscheid. Ansonsten kann es zum Wertstoffhof oder zu den Sammelstellen für Gartenabfälle gebracht werden. Auch die Biotonne ist eine Option. In den Restmüll gehören die Blätter dagegen nicht.

Welche Vorgaben gibt es für den Einsatz von Laubbläsern?

Laubbläser sind beim Zusammentreiben der Blätter eine nützliche Hilfe. Aber Obacht: Sie dürfen aus Lärmschutzgründen nur zwischen 9 und 13 sowie 15 und 17 Uhr genutzt werden. „Billiger und nervenschonender ist der gute, alte Rechen“, erklärt die Verbraucherzentrale.

Welche Strafen drohen, wenn das Laub zu lange liegen bleibt?

„Dafür gibt es keine festen Sätze“, erklärt Jürgen Beckmann. Seine Ordnungsbehörde spricht bei leichten Verstößen lediglich eine Verwarnung aus. Anders ist das bei Eigentümern, die ihre Pflichten immer wieder vernachlässigen. Maximal ist ein Bußgeld in Höhe von 1000 Euro möglich.

Wer haftet bei einem durch Laub verursachten Unfall?

Immer wieder fordern Versicherungen nach Herbstunfällen auf dem Bürgersteig eine Eigentümerauskunft von der Stadt. Doch die Verbraucherzentrale beruhigt: „Nicht jeder Unfall auf laubbedecktem Boden zieht automatisch Schadenersatzansprüche nach sich.“ Denn auch der Fußgänger könnte durch sorgloses Verhalten eine Mitschuld tragen. Im Ernstfall springt bei Eigentümern, die ihre Immobilie selbst nutzen, die Privathaftpflichtversicherung ein. Wer ein Mehrfamilienhaus besitzt oder Vermieter eines Einfamilienhauses ist, der kann auf seine Haus- und Grundeigentümer-Haftpflicht-Police zurückgreifen, erklärt die Verbraucherzentrale.

Immer wieder kommt es im Herbst vor, dass Menschen bei Jürgen Beckmann und seinen Kollegen anrufen, um zu melden, dass ihre Nachbarn nicht ordentlich fegen. „Das ist auch vollkommen in Ordnung“, sagt der Amtsleiter. Aber: „Für das nachbarschaftliche Verhältnis wäre es wohl zuträglicher, zunächst miteinander zu reden, bevor man uns einschaltet.“

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