Die Wupper und ihre Nebenbäche haben ökologisch aufgeholt

Die Wipper, hier im Bereich Schmitzwipper bei Marienheide, ist in weiten Teilen renaturiert worden. Foto: Ralf Offermann
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Die Wipper, hier im Bereich Schmitzwipper bei Marienheide, ist in weiten Teilen renaturiert worden.

Symposium des Wupperverbands mit 190 Fachleuten

Von Anke Strotmann

Die Entwicklung der Wupper macht weiter Fortschritte. Das ist das Ergebnis des Symposiums Flussgebietsmanagement /Gebietsforum Wupper, an dem sich rund 190 Fachleute aus der Wasserwirtschaft virtuell beteiligten. In der Pressekonferenz am Mittwoch wurde vorgestellt, wie sich die Wupper und ihre Nebenbäche in den letzten Jahren entwickelt haben. Bezugspunkt ist die EU-Wasserrahmenrichtline, die vorgibt, dass sich Flüsse bis 2027 einen „guten Zustand“ erreichen sollen.

„In Wuppertal sind wir deutlich weiter als anderswo, und darüber sind wir froh“, sagt der Leiter des Wasserwirtschaftsdezernates der Bezirksregierung Düsseldorf, Jörg Matthes. Während im Bundesdurchschnitt die Zielerreichung bei acht Prozent liegt, sind es in Wuppertal 25 Prozent. Das liegt insbesondere an den Renaturierungsmaßnahmen. „Die Wupper war früher über weite Strecken monoton gestaltet, jetzt bietet sie Lebensraum für Tiere und Pflanzen“, sagt Georg Wulf, Vorstand des Wupperverbandes.

Als Beispiel nennt er renaturierte Gewässerabschnitte im Wuppertaler Stadtgebiet, in Hückeswagen oder Leverkusen. Dort wurden natürlichere Flussstrukturen mit abwechslungsreichen Strömungen, Steinen und Inseln geschaffen. Fischarten kehren zurück, unter anderem Lachse, Meerforellen, Schneider und Nasen. Auch das Auftauchen von Eisvogel und Biber zeige den Wandel des ehemaligen Abwasserflusses.

Aktuell arbeitet der Wupperverband in Kooperation mit der Stadt Wuppertal und Bayer an einem rund 1,5 Kilometer langen Wupperabschnitt zwischen Werksgelände und Zoo. Weitere Projekte sind in Planung, wie elf Kilometer an der Oberen Wupper zwischen Marienheide und Wipperfürth, an der Dhünn in Schlebusch, an der Wupper in Solingen und Leichlingen, in Remscheid und in anderen Kommunen. Außerdem ist das Gebiet im Bereich der Unteren Wupper und Untere Dhünn als Lachslaichgewässer ausgewiesen worden. „Das ist ein Ritterschlag für die Region und die Wupper“, sagt Detlef Reinders, der in der Bezirksregierung zuständig für die Umsetzung der EU-Wasserrichtlinie ist.

Das dokumentiere, dass sich der ehemalige tote Fluss zu einem wertvollen Gewässer entwickelt habe. Zunächst soll geprüft werden, wie man ein natürliches Gleichgewicht herstellen kann, damit der Lachs sowohl stromabwärts als auch -aufwärts wandern kann. „Es ist ein ambitioniertes, aber tolles Ziel“, sagt Wulf, der glaubt, dass es zunächst am besten an der Unteren Dhünn umsetzbar ist.

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