Die Woche in Remscheid

Kicker haben Zukunft, das Röntgen-Stadion nicht

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  • Axel Richter
    VonAxel Richter
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Die Kicker der SG Hackenberg bekommen einen Kunstrasen. Eine gute und überfällige Entscheidung, denn der Verein wurde mit der Aussicht auf ein neues Stadion lange genug vertröstet. Ob es die neue Leichtathletik-Anlage gibt, hängt indirekt von den anstehenden Gerichtsentscheidungen zum DOC ab.

Was wurde darüber gestritten?! Ob die Tribüne auf die eine oder auf die andere Seite gehört. Ob 1500 Parkplätze zu viele oder zu wenige sind. Wie viel Dezibel Lärm den Nachbarn zumutbar sind. Und sowieso, ob am Ende das Geld für alles reicht.

Die neue Sportstätte, die am Standort Hackenberg sollte, wenn die Bagger erst das Röntgen-Stadion abreißen, um dort Platz für das Designer Outlet Center (DOC) zu schaffen, war zwar nicht so umstritten wie das DOC selbst. Diskutiert wurde über das Ersatzstadion gleichwohl viel. Und viel Geld gekostet haben die Pläne, Gutachten und neuen Pläne aufgrund neuer Gutachten sowieso. Und das am Ende für nichts.

Denn während das DOC bei den Gerichten auf unbestimmte Zeit auf Eis liegt, legten die Kommunalpolitiker das Ersatzstadion in dieser Woche ad acta. Heißt: Ein neues Stadion wird es in Hackenberg nicht geben, ob das DOC nun kommt oder nicht. Stattdessen erhalten die Kicker der SG Hackenberg nun einen Kunstrasenplatz - und zwar unabhängig von der offenen DOC-Frage und möglichst schon im nächsten Jahr.

Die Entscheidung dafür war überfällig. Denn mit dem Hinweis darauf, dass der Verein ja ein ganz neues Stadion erhalte, blieb der SG Hackenberg ein neuer Untergrund, wie andere Vereine ihn längst bekommen hatten, für Jahre verwehrt. Mit der Folge, dass die Mitglieder davonliefen. Keiner mochte bis zum St.-Nimmerleinstag auf Asche kicken.

Nun hat die SG Hackenberg wieder eine Zukunft, was ihr gegönnt sei, denn der Verein hat lange genug unter der DOC-Hängepartie gelitten, wie auch der RGA berichtete. Auf Initiative der CDU ist es Politik und Verwaltung in einer gemeinsamen Kraftanstrengung zudem gelungen, auch für die Leichtathleten Gutes zu bewirken. So wird für den Fall, dass das DOC gebaut wird, der neue Sportplatz auch eine 200-Meter-Laufbahn erhalten. Die reicht zwar nicht an die 400-Meter-Bahn des Röntgen-Stadions heran, ist aber, wie Markus Kötter (CDU) richtig anmerkte, besser als nichts. Immerhin handelt es sich um eine Rundtartanbahn, die den ermittelten Bedarfen der Leichtathletik und des Schulsports entspricht.

Aber noch einmal: Gebaut wird die neue Leichtathletikanlage nur dann, wenn auch das DOC gebaut wird. Denn nur dann wird auch das Geld dafür da sein. Kommt das DOC nicht, bleibt in Lennep alles beim Alten. Das gilt freilich auch für das seit Jahren sanierungsbedürftige Röntgen-Stadion. Dass die klamme Stadt eines Tages das Geld für die Erneuerung übrig hat, ist derzeit nicht absehbar.

TOP Picobello: Bürger erteilen acht Tonnen Müll eine Abfuhr.

FLOP Leere Ränge: Zuschauer bleiben den Theatern fern.

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