Die Woche in Remscheid

Fluthilfe Remscheid lässt Opfer nicht allein

frank.michalczak @rga.de
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Die Hilfsbereitschaft der Remscheider ist riesengroß.

Kommentar von Frank Michalczak

Remscheid. Erst in den Tagen nach der Katastrophe wurden alle Schäden sichtbar, die das Hochwasser in Remscheid angerichtet hatte. Vor allem die Tallagen am Morsbach und Eschbach sind schwer getroffen. Unternehmer, Gastronomen, Vereine und Hausbesitzer stehen vor den Trümmern ihrer Existenz, vor dem Nichts. Nun kommt es auf Solidarität und Hilfsbereitschaft an. Unsere Stadt ist nach dem ersten Schock dabei auf einem sehr guten Weg. Persönlichkeiten und Institutionen riefen die Fluthilfe Remscheid ins Leben – mit dabei sind die Stadtsparkasse ebenso wie die Volksbank im Bergischen Land.

Auch der Arbeitgeberverband, die Service Clubs Rotary und Lions sowie der Remscheider General-Anzeiger sind Teil dieses Schulterschlusses. Die Kreishandwerkerschaft bietet Muskelkraft an und hat bereits über 28 000 Euro überwiesen. Die Bergische Industrie- und Handelskammer will Firmen unbürokratisch helfen. Mehrere Sammelstellen wurden eingerichtet, an denen Sachspenden für Familien und Einzelpersonen abgegeben werden konnten. Die Stadt kündigte an, dass Mitarbeiter über 200 betroffene Haushalte in den Auen besuchen werden, um zu erkunden, wo welche Hilfe nötig ist.

Das Team von Arbeit Remscheid war im Einsatz, um den Betroffenen zu helfen. Kurzum: Sie werden nicht allein gelassen. Und genau dies ist das Gebot der Stunde: dem Grauen einer unfassbaren Naturkatastrophe Mitmenschlichkeit entgegenzusetzen. Jeder Euro ist dabei willkommen, lindert er doch die Not. Denn nicht jeder hat eine Elementarversicherung für Gebäude oder Hausrat.

Der besondere Dank gilt in dieser Woche aber auch den Einsatzkräften, die noch Tage nach der Flut kaum zum Luftholen kamen. An die 280 Mitstreiter von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und sonstigen Organisationen waren zwischenzeitlich kreuz und quer in Remscheid unterwegs, um Menschen zu helfen und Schäden zu beheben.

Das Hochwasser, so viel steht fest, wird noch eine Nachwirkung entfalten, mit der sich die Remscheider Verwaltung und die Ortspolitiker lange beschäftigen werden. Denn natürlich steht die Frage im Raum, inwiefern die betroffenen Ortslagen besser vor Katastrophen wie diese gewappnet werden können und ob dies bei einem Jahrtausendereignis überhaupt möglich sein kann. Dieses lehrt uns: Wir müssen zusammenstehen – ganz besonders in einer Zeit der Not, aber nicht nur dann.

TOP: Hackenberger Freizeitbad H2O gewährt freien Eintritt für Kinder und Jugendliche.

FLOP: Gaffer behindern Einsatz von Feuerwehr und Polizei bei tödlichem Unfall an der Presover Straße.

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