Abreißen, neu bauen

Die Stadt will Druck machen für eine schönere Alleestraße

Seit 1939 steht der Löwe vor dem Rathaus. Nach der Sanierung will die Stadt auch auf seine Geschichte hinweisen.
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Seit 1939 steht der Löwe vor dem Rathaus. Nach der Sanierung will die Stadt auch auf seine Geschichte hinweisen.
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Löwe, Sonnensegel, Sanierungssatzung: In der Innenstadt soll sich ab dem Sommer einiges tun.

Von Axel Richter

Remscheid. Abreißen, neu bauen. Das ist in aller Kürze, was die Stadt Remscheid mit Teilen der Alleestraße vorhat. Am Montag soll der Stadtrat dafür grünes Licht geben, indem er eine sogenannte Sanierungssatzung für die Allee beschließt. Eine Mehrheit ist sicher. Außerdem: Der steinerne Löwe auf dem Rathausplatz wird saniert und der Sandkasten auf dem Werkzeugspielplatz an der Trasse soll ein Sonnensegel bekommen.

Die Stadt will Eigentümer stärker in die Pflicht nehmen

Sanierungssatzungen gab es bislang nur nach dem Zweiten Weltkrieg, um die Verwüstungen der alliierten Bombenangriffe zu beseitigen. Oder die Plattenbauten der DDR. Für die nächsten zehn Jahre soll eine solche Satzung für die Alleestraße in Remscheid gelten. Die Hauseigentümer nimmt sie stärker in die Pflicht, in ihre Gebäude zu investieren. Die Stadt will Immobilien aufkaufen, abreißen oder umnutzen, wie sie es aktuell mit der alten Tankstelle am Friedrich-Ebert-Platz macht. Mehr als 81 Millionen Euro sollen verbaut werden. Für rund die Hälfte der Summe setzt die Stadt auf Fördermittel von Bund und Land. Im Rat steht die Mehrheit dafür. Nur die Wählergemeinschaft meldet Bedenken an.

Der Löwe bekommt bis zum Herbst ein neues Fell

Mittlerweile wächst dem Löwen nicht mehr nur Moos aus dem Fell, sondern auch schon ein Bäumchen aus dem Sockel. Bis zum 14. Oktober soll der aus grauem Muschelkalk errichtete Löwe vor dem Remscheider Rathaus beides verlieren. Denn ab dem 13. Juli soll das Standbild aus der Nazizeit saniert werden. Ganze Steine müssen erneuert werden. Die Fugen sowieso. 90 000 Euro hatte die Stadt dazu veranschlagt. Das war allerdings vor vier Jahren. Ob der Zustand des Sockels mit einer undichten Stelle im Dach der darunterliegenden Parkgarage in Zusammenhang steht, wird derzeit untersucht. Parkende Autofahrer berichten von verschiedenen Stellen, an denen Wasser eindringt.

Hat der Künstler was gegen ein Sonnensegel?

Es ist heiß im Sandkasten an der Werkzeugtrasse. Die Wählergemeinschaft WiR regt deshalb ein Sonnensegel als Schutz an. Doch: Dagegen könnte der Künstler etwas haben, der den Spielplatz einst erschaffen hat. Dann vor allem, wenn Werbung darauf stehen sollte. Die Stadt will das klären.

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