Die Pflanze mag es gerne feucht

Der gewöhnliche Wasserdost. Foto: Stefanie Barzen/ Natur-Schule-Grund
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Der gewöhnliche Wasserdost.

Biologin Stefanie Barzen über den Wasserdost

Der gewöhnliche Wasserdost gehört in die große Familie der Korbblütler und ist verwandt mit Löwenzahn, Gerbera und Gänseblümchen. Wir kennen ihn auch unter den volkstümlichen Namen Wasserhanf, Tugendblume oder Kunigundenkraut (die heilige Kunigunde ist die Schutzpatronin der kranken Kinder).

Die häufige Pflanze, die auch den Namen Sumpfdost trägt, mag ihre Standorte gerne feucht, wächst aber auch auf trockeneren Standorten. Die mehrjährige Staude erreicht mit bis zu 1,75 Meter eine stattliche Höhe. Ihre rötlich-violetten Stängel tragen saftig grüne, drei- bis fünffach geteilte Blätter mit grob gesägtem Blattrand, die den Blättern des Hanfs ähneln.

Die komplette Pflanze ist weich behaart. Zur Blütezeit, Juli bis September/Oktober, tragen die Stängel dichte Doldenrispen, deren Form an aufgespannte Schirmchen erinnert. Jedes einzelne, kleine Blütenkörbchen ist aus vier bis sechs zartrosa Röhrenblüten zusammengesetzt, die wiederum aus jeweils fünf verwachsenen Blütenblättern bestehen.

Der Wasserdost ist ein wichtiger Nektarlieferant für Bienen, Schwebfliegen oder Schmetterlinge und damit eine empfehlenswerte Gartenpflanze. Zur Zeit der Fruchtreife bildet die Pflanze Achänen mit Haarkranz, Schirmchenflieger nach Art des verwandten Löwenzahns, die der Wind bis zehn Kilometer weit transportieren kann. Diese Art der Verbreitung wird als Anemochorie bezeichnet.

Der Wasserdost enthält Gerbstoffe, ätherische Öle, Harze, Flavonoide (z.B. Eupatorin), das Benzofuranderivat Euparin und Pyrrolizidinalkaloide. Letztere stehen im Verdacht, in großen Mengen leberschädigend und krebserregend zu sein. Bei Nutzung also vorsichtig sein! Aufgrund seiner Inhaltsstoffe wirkt Wasserdost antibakteriell, schweißtreibend, fiebersenkend, appetitanregend, wundheilend und stärkend auf das Immunsystem. Er wird eingesetzt gegen Schnupfen und Heuschnupfen, bei Ödemen, zur Kräftigung von Milz, Galle und Leber. Der gewöhnliche Wasserdost gilt als Sitz der Hausgeister. Warum er auch den Namen „Mannskraft“ trägt, überlasse ich gerne der Fantasie. . .

natur-schule-grund.de

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