Historisches Foto

Neues Rätsel: Erkennen Sie diese Straßenzeile?

Vor bald 60 Jahren, genauer im Sommer 1963, entstand dieses Bild, unser aktuelles Rätselfoto. 
+
Vor bald 60 Jahren, genauer im Sommer 1963, entstand dieses Bild, unser aktuelles Rätselfoto. 

Unser Rätselfoto der vergangenen Woche zeigte das Diepmannsbachtal

Von Sven Schlickowey

1972, als dieses Foto entstand, sah es noch so aus im Diepmannsbachtal.

Remscheid. Sie ist noch da, aber kaum noch, zumindest vom Standpunkt unseres Rätselfotos der vergangenen Woche aus, zu sehen. Und trotzdem erkannten viele Leserinnen und Leser, welches Bauwerk wir letzten Samstag suchten: „Bei der Brücke handelt es sich um die Diepmannsbachtalbrücke der A1“, schreibt uns Herbert Wurth, quasi stellvertretend für alle Teilnehmer. Denn alle hatten die richtige Lösung. Der Bau der Brücke habe 1938 begonnen, zitiert Jörg Wagner aus dem Buch „Steinbrücken in Deutschland“. Allerdings habe man sie bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs nicht fertig gestellt. „Erst 1953/54 konnten die restlichen Arbeiten an der Brücke abgeschlossen werden.“

Zwischenzeitlich hätten die Siegermächte die halb fertige Brücke als Abstellfläche für Militärfahrzeuge genutzt, weiß Heinz-Jürgen Schmitz zu berichten. „1956 wurde dann der Verkehr bis Hagen freigegeben.“ Die Brücke sei die einzige Autobahnbrücke auf Remscheider Stadtgebiet. „Heute fließt der Verkehr hier auf sechs Spuren zügig.“

Später wurde dann eine zweite Brücke neben die bisherige gebaut.

Und das dank der zweiten Brücke, die heute den Blick auf die gesuchte versperrt, wie uns Roland Benscheid schreibt: „Im Zuge des sechsspurigen Ausbaues der A1 zwischen Leverkusen und Kamen musste die 1985 unter Denkmalschutz gestellte Brücke verbreitert werden. Daher wurde neben der alten Brücke eine Neue weitere Brücke errichtet.“ Die alte Brücke trage heute die drei Fahrspuren plus Standstreifen aus Richtung Dortmund nach Köln, erläutert Dieter Prill: „Die anderen drei Fahrspuren plus Standstreifen in Richtung Norden werden von einer neuen Brückenkonstruktion getragen.“

Eher fürs Umfeld des Bauwerks scheint sich Hans-Werner Wallraff zu interessieren: „Unter und um diese Brücke erstreckt sich ein wunderschönes Wandergebiet“, schreibt er uns. Kurz hinter der Brücke habe es früher ein schönes Ausflugslokal gegeben: „Hier konnte man im Sommer sehr schön draußen sitzen.“ Auch an die Minigolfanlage der Familie Postler erinnert sich Wallraff: „Hier haben wir mit unseren Kindern manches Minigolfturnier ausgetragen. Zusätzlich boten Postlers Ponyreiten an.“

An das Ausflugslokal, das Jagd- oder Gartenschlösschen, erinnert auch Hans Walter Becker: „Meine Eltern sind mit mir des Sonntags dorthin spazieren gegangen und wir haben im Gartenschlösschen Kaffee getrunken.“ Die Tour muss wohl recht lang gewesen sein: „Das war ein schöner Marsch vom Steinberg aus!“

Dieter Prill weiß zudem noch etwas über das namensgebende Gewässer zu berichten: „Der Diepmannsbach ist ein kleines Fließgewässer und konnte zum Antrieb von Wassertriebwerken genutzt werden. Bereits im 17. Jahrhundert gab es dort mehrere Hämmer und Kotten“, schreibt er. Tatsächlich wurde bereits 1692 eine Mühle am Rotzkotten urkundlich erwähnt. Am Unterlauf entstand später eine Fabrik, die 1850 in eine Streichgarnspinnerei umgewandelt wurde. Noch einmal 37 Jahre später zog dort die Fahrradfabrik Elite ein, die 1901 aufgeben musste. 1923 wurde das Fabrikgebäude schließlich abgerissen.

Der rund 3,1 Kilometer lange Diepmannsbach, der über den Morsbach in die Wupper führt, hat gleich drei Quellen zwischen den Ortslagen Kimmenau und Glocke nahe dem Bahnhof Remscheid-Lennep. Sein Oberlauf liegt im Naturschutzgebiet Westerholt, was ein Grund für seine gute Wasserqualität sein dürfte.

Die richtige Lösung wussten unter anderem auch Helmut Schucht, Silke Karstens, Brigitte Hugenbruch, Ulrich Hainbuch, Ernst Erdmann und Ulrich Hager.

Neues Rätsel: Erkennen Sie diese Straßenzeile?

Vor bald 60 Jahren, genauer im Sommer 1963, entstand dieses Bild, unser aktuelles Rätselfoto. Zu sehen ist eine Straßenzeile, die typisch für Remscheid ist und war. Auch wenn an dieser Stelle heute kein Lebensmittelmarkt mehr zu finden ist. Auch einige der Häuser auf diesem Bild stehen nicht mehr, sie wurden durch neuere Gebäude ersetzt. Erkennen Sie, um welche Straße es sich handelt? Schicken Sie Ihre Lösung bis zum 21. Oktober, gerne verbunden mit ihren persönlichen Anekdoten, an den RGA, Alleestraße 77-81, 42853 Remscheid; oder E-Mail:

redaktion@rga.de

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Remscheid bereitet sich auf 2G vor - Feuerwerkshersteller befürchten „Todesstoß“
Remscheid bereitet sich auf 2G vor - Feuerwerkshersteller befürchten „Todesstoß“
Remscheid bereitet sich auf 2G vor - Feuerwerkshersteller befürchten „Todesstoß“
Eltern sammeln mehr als 22.000 Euro für ein neues Klettergerüst
Eltern sammeln mehr als 22.000 Euro für ein neues Klettergerüst
Eltern sammeln mehr als 22.000 Euro für ein neues Klettergerüst
Auffällig aussehendes Duo raubt Obdachlosen in Remscheid aus
Auffällig aussehendes Duo raubt Obdachlosen in Remscheid aus
Auffällig aussehendes Duo raubt Obdachlosen in Remscheid aus
Ruhestätte Begräbniswald? Jäger hat so seine Zweifel
Ruhestätte Begräbniswald? Jäger hat so seine Zweifel
Ruhestätte Begräbniswald? Jäger hat so seine Zweifel

Kommentare