Theater

Die Diva offenbart sich dem Teufel

Angela H. Fischer im Dialog mit dem Teufel.
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Angela H. Fischer im Dialog mit dem Teufel.

Hildegard-Knef-Stück im Rotationstheater.

Von Elisabeth Erbe

Remscheid. Sie ist eine Legende des deutschen Nachkriegskinos. Hildegard Knef, eine Diva mit Herz. Bekannt wurde sie 1951 mit dem Film „Die Sünderin“, in der sie mit einer kurzen Nacktszene einen Skandal auslöste. Hildegard Knef verstarb am 1. Februar 2002 mit 76 Jahren. Regisseur Oliver Scheemann vom Actor´s Studio NRW hält die Erinnerung mit dem Theaterstück „Der Teufel und die Diva“ hoch. Die Knef, gespielt von Angela H. Fischer, findet sich nach ihrem Tod ahnungslos in einem Zwischenraum wieder. „Bin ich im Jenseits oder in der Klapse?“, fragt sie sich. Erst langsam realisiert sie, dass sie tot ist.

Die Grande Dame ist nur kurz irritiert, als sie der Teufel persönlich (Andreas Strigl) begrüßt. Mit stoischem Hochmut diskutiert sie mit dem Fürst der Unterwelt über ihre Vergangenheit. Dazu singt sie „Der Apfelbaum“, ein Stück über alte, zarte Erinnerungen, fernab des „Wirbel des Lebens“. Indes drängelt der Teufel und lädt sie in die Hölle ein. „Im Paradies ist es langweilig“, spottet er und verspricht ewigen Ruhm im Unterreich.

Im Dialog zwischen den beiden werden wichtigen Stationen aus dem Leben der Diva beleuchtet. Ihre tiefe Liebe zum Großvater, der sich umbrachte und über ihre zahlreichen Männergeschichten. Und was ist aus Ewald von Demandowsky geworden? Es war eine Liaison mit einem Nazi. „Wir sind zusammen geflohen und sind auseinander gerissen“, erklärt sich das Hildchen und singt dazu „Goodbye Johnny“.

Ulrich Espenlaub begleitet die musikalischen Stücke am Piano und sorgt für Glanz und Glamour der früheren Tage. Angela H. Fischer ist geboren für diese Rolle. Ihre raue Kontraaltstimme, die Optik und das Gehabe erinnern sehr an die Knef. Immer wieder kommt es zwischen dem Teufel und der Diva zum Streitgespräch. Besonders interessant sind die Originalbriefe der Fans, die Mephisto vorliest. Die Diva schwankt. Soll sie dem Teufel ihre Seele verkaufen?

Das Stück lohnt sich, nicht nur für Knef-Fans. Welche Entscheidung sie letztlich getroffen hat, kann man am 25. und 26. November anschauen.

Karten kosten 25 Euro im Vorverkauf; Internet: www.rotationstheater.de

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