Q and A

Der Tanzraum wird noch größer

An der Freiheitstraße gibt es auf 200 Quadratmetern nun genügend Platz. Wichtig ist der Betreiberin, dass sich alle wohlfühlen. Foto: Sandra Stoppert
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An der Freiheitstraße gibt es auf 200 Quadratmetern nun genügend Platz. Wichtig ist der Betreiberin, dass sich alle wohlfühlen.

Sandra Stoppert (26) ist mit ihrer Tanzschule umgezogen. Was der Tanzraum genau ist und was er bietet, beantworten wir hier.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Liebe, Respekt und Akzeptanz – das steht nicht nur in großen Lettern an der Wand im Tanzsaal, sondern das sind die Werte, die Sandra Stoppert weitergeben möchte. Die 26-jährige Remscheidern führt seit dreieinhalb Jahren die Tanzschule Tanzraum. Seit November befindet sich diese nun an der Freiheitstraße. Im Hinterhof gibt es einige Parkplätze. Innerhalb von fünf Wochen wurde das komplette Ladenlokal renoviert. Auf 200 Quadratmetern können sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene nun begegnen und kreativ ausprobieren – unter der fachkundigen Leitung der Tanzlehrer. Wir geben einen Überblick.

Was ist der Tanzraum genau?

„Wir sind eine noch relativ kleine, liebevolle Tanzfamilie, die unterschiedliche Menschen zusammenbringt“, erklärt Inhaberin Sandra Stoppert. Seit 3,5 Jahren gibt es die Tanzschule bereits, seit November 2021 befindet sie sich in der Freiheitstraße 189. Die jüngste Tänzerin ist 2, die älteste Mitte 40. Der Tanzraum hat 70 feste Mitglieder aller Generationen, hinzu kommen diejenigen, die den Tanzraum temporär für Kurse besuchen. Also insgesamt rund 100 Tanzbegeisterte.

Was bietet er?

Der Schwerpunkt liegt auf dem Hip-Hop, erklärt die Inhaberin. Auch kreativer Kindertanz bildet einen großen Bereich. „Die Nachfrage ist groß.“ Zudem wird der Tanzraum bald auch Standard/Latein und Ballett anbieten. Denn auch das Team hat sich vergrößert. Derzeit sind fünf Tanzlehrer aktiv, wovon zwei derzeit von Sandra Stoppert ausgebildet werden. „Einer von ihnen tanzt bei mir, seitdem er 13 ist. Nun ist er 18 – und wird selbst Tanzlehrer.“ Das Besondere: Der Remscheider kommt selbst aus der Jugendfürsorge, für die sich Stoppert einsetzt.

Wir entdecken, welche Göttin in uns steckt.

Sandra Stoppert über den „Ladies Day“ am Samstag

An wen richten sich die Angebote?

Gerade die Kinder und Jugendlichen stehen hier im Mittelpunkt. „Von Anfang an war es mir wichtig, allen Kindern soziale Teilhabe zu ermöglichen.“ Daher gibt es beim Tanzraum vor allem für Kinder aus einkommensschwachen Familien oder der Jugendfürsorge ein Patenschaftsprogramm: Andere Kursteilnehmer zahlen ein paar Euro mehr und ermöglichen Kindern so die Teilnahme an fachlich versiertem Tanzunterricht. Aber auch für Erwachsene wird das Angebot weiter ausgebaut. Einen ersten Überblick zum Schnuppern soll ein spezieller Aktionstag am Samstag liefern.

Was erwartet die Teilnehmerinnen des „Ladies Day“?

„In erster Linie geht es darum, sich weiblich und selbstbewusst zu bewegen“, erklärt Sandra Stoppert. Die Schnupperkurse sind geeignet ab 18 Jahren. Sie kosten jeweils 8 Euro. Folgende Einheiten werden am Samstag, 29. Januar, angeboten: 16 Uhr: „Ladies Latin solo“, 17 Uhr: „Sensual on Heels“, 18 Uhr: „Rock your Booty“, 19 Uhr: cool down. Für diese Probestunden ist eine Anmeldung per E-Mail vorab notwendig. Es gibt eine Teilnehmerbegrenzung von 17 Frauen je Kurs. Es geht darum, die eigene Weiblichkeit zu erfahren und Selbstbewusstsein auszubilden – und natürlich um Spaß am Tanz. „Mir ist wichtig, dass sich alle wohlfühlen. Wir tanzen an dem Tag nicht für andere, sondern nur für uns. Und entdecken, welche Göttin in uns steckt.“ Mehr Infos zu den Kursinhalten gibt es auf der Tanzraum-Facebookseite.

Wie sind dabei die Corona-Regeln?

Neben der Vorab-Anmeldung herrscht 2G-Plus. Das heißt, mitmachen dürfen nur vollständig Geimpfte oder Genesene, und diese müssen zusätzlich ein negatives Testergebnis nachweisen. Dies kann in Form eines Schnelltests (nicht älter als 24 Stunden) oder eines PCR-Tests (nicht älter als 48 Stunden) erfolgen. Damit die Abstände eingehalten werden können, sind auf dem Boden Kästchen in der Größe 2x2 Meter aufgeklebt – das ist der Tanzbereich der jeweiligen Lady, den sie nicht verlassen darf. Hier kann sie dann auch die Atemschutzmaske abnehmen. „Wir haben zudem eine gute Belüftung im Saal.“

Was fördert das Tanzen?

In erster Linie schule es vor allem den Geist, sagt die 26-Jährige. „Tanzen ist für mich ein Ausdruck von Gefühl – ob im Hip-Hop oder im Ladylike. Man verarbeitet dabei unheimlich viel.“ Zudem sei das Tanzen ein geselliger Sport – man übe ihn gemeinsam im Saal aus und teile vor allem den Spaß daran. „Das Gemeinschaftsgefühl ist uns wichtig.“ Körperlich gesehen, sei Tanzen das „Nonplusultra“: Es schule das Gleichgewicht, die Balance, die Haltung und straffe nebenbei noch die Muskeln, ohne die Gelenke zu sehr zu belasten.

Zur Person / Kontakt

Die gebürtige Remscheiderin Sandra Stoppert tanzt, seit sie vier Jahre alt ist. Nach dem Abi an der EMA (heute EMMA) begann sie ein Lehramtsstudium an der Bergischen Universität in Wuppertal. Tanzlehrerin ist sie nun seit zehn Jahren. Mit 22 wagte sie den Schritt in die Selbstständigkeit – und eröffnete ihre eigene Tanzschule. Derzeit studiert Sandra Stoppert noch. Der Tanz und die Tanzvermittlung sind jedoch ihre ganze Leidenschaft. Sie unterrichtet auch bei der MKS und führt dort das „Jekits“-Projekt – Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“ – durch. Dieses ist ein kulturelles Bildungsprogramm in Grund- und Förderschulen des Landes NRW.

Kontakt: Tanzraum Remscheid, Freiheitstraße 189, Tel. (01 51) 16 46 49 72,

E-Mail: info@tanzraum-rs.de

Der Tanzraum ist bei Facebook und Instagram vertreten, die Internetseite wird gerade überarbeitet: tanzraum-rs.de

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