Der Schlachthof wurde teurer, der Bäderbesuch aber nicht

Das stand vor 25, 50, 75 und 100 Jahren im RGA

REMSCHEID -wey- 1996 Die Remscheider sind im Börsenfieber, berichtet der RGA am 19. November vor 25 Jahren unter der Überschrift „Sparbuch gegen Aktie eingetauscht“. Vor allem die T-Aktie der Deutschen Telekom, man erinnere sich an die Werbespots mit Manfred Krug, sei der Renner, berichten örtliche Banken. Allein bei der städtischen Sparkasse seien 255 000 Aktien geordert worden. Tags zuvor waren die für 28,50 Mark in den Handel gekommen. Heute kostet eine knapp unter 17 Euro. Immerhin eine Durchschnittsrendite von etwa 0,6 Prozent jährlich.

1971 Mit Geld befasst sich auch der Haupt- und Finanzausschuss, wie der Tüpitter am 16. November vor 50 Jahren berichtete. Und wie anhand des Namens des Gremiums nicht anders zu erwarten war. Eins der wichtigsten Themen waren die Bäderpreise, deren Erhöhung in einer Kampfabstimmung mit 10:8 Stimmen abgewendet wurde, wie der Leser erfährt. Trotzdem sorgte der Haupt- und Finanzausschuss für mehr Geld im Stadtsäckel – er erhöhte die Gebühren für den damals noch existierenden Remscheider Schlachthof. 1946 Etwas zum Schlachten und damit Fleisch gab es vor 75 Jahren, also kurz nach dem Krieg, kaum. Das ist am 23. November im Amtlichen Mitteilungsblatt eindrucksvoll nachzulesen, wo sich ein Artikel mit der „Vorbestellung von Ei-Austauschstoffen“, einer mit der „Vorbestellung von Schokolade für Kinder“ und ein dritter mit der „Bucheckernernte“ beschäftigt. Aus den eiförmigen, etwa 1,5 Zentimeter großen Nüsschen der Rotbuche wurde in Zeiten der Not Öl gepresst. Zudem konnte daraus ein Kaffee-Ersatz hergestellt werden. Zumal Rösten nicht nur das Aroma verbessert, sondern auch die giftigen Inhaltsstoffe neutralisiert. 1921 Und noch mal zurück zum Thema Geld: Am 18. November vor 100 Jahren ist im Tüpitter ein längerer Text zu finden, in dem die Geschäftsführung des Remscheider Schauspielhaus sehr ausführlich und erstaunlich offen erklärt, warum die Eintrittspreise erhöht werden müssen. Eine „100-prozentige Steigerung alle Materialien“ und die „berechtigten Bitten“ der Schauspieler nach mehr Gage würden dies nötig machen. „Nur schwer hat sich der Verwaltungsrat zu dieser Erhöhung entschließen können, immerhin bleiben die Preise noch bedeutend hinter denjenigen der Nachbartheater zurück.“

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