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Der „Lebensretter“ hängt direkt im Eingangsbereich

Seit gestern verfügt das Deutsche Werkzeugmuseum über einen Defibrllator (v.l.): Hans-Dieter Sanke, Michael Schwerdtfeger, Dr. Christopher Rose und Dr. Andreas Wallbrecht. Foto: Michael Schütz
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Seit gestern verfügt das Deutsche Werkzeugmuseum über einen Defibrillator (v.l.): Hans-Dieter Sanke, Michael Schwerdtfeger, Dr. Christopher Rose und Dr. Andreas Wallbrecht.

Förderkreis schafft einen Defibrillator für das Deutsche Werkzeugmuseum an.

Von Peter Klohs

Das Deutsche Werkzeugmuseum an der Cleffstraße in Hasten hat nicht nur wieder zu den üblichen Zeiten geöffnet, die Museumsleitung und der Förderkreis stellten gestern darüber hinaus auch den neu angeschafften Defibrillator vor. „Die Überlegung, auch in unserem Museum ein solches Gerät zu installieren, gab es schon recht lange“, verriet Museumsleiter Dr. Andreas Wallbrecht. „Und nun war der Punkt gekommen, an dem wir sagten: Jetzt ist es soweit. Das Werkzeugmuseum ist ein öffentlicher Raum, und die Anschaffung eines Defis ist wichtig, nicht nur für Besucher und unsere Mitarbeiter, sondern unter Umständen auch für die nahe Umgebung.“

Der 1. Vorsitzende des Förderkreises Deutsches Werkzeugmuseum, Michael Schwerdtfeger, erläuterte die Vorgehensweise des „in der Tat sehr klugen Gerätes. Es begleitet den Prozess der Wiederbelebung zu 100 Prozent.“ Mit der Anschaffung dieses Defibrillators habe man, so Schwerdtfeger, zehn Jahre Ruhe. „Nach fünf Jahren muss die Batterie gewechselt werden, aber das wäre es dann auch.“

Der Defi leitet selbsttätig die notwendigen Maßnahmen zur Rettung des Patienten an und gibt auch sprachliche Hinweise, wenn der Retter nicht alles Nötige zur Zufriedenheit erledigt. „Der sagt Ihnen, wenn die Herzdruckmassage fester oder in einem anderen Rhythmus erfolgen sollte und analysiert, wie es dem Patienten geht, ob womöglich ein Stromstoß nötig ist oder nicht. Dazu kann der Helfende natürlich auch die Anweisung auf einem Display nachlesen. Zusätzlich erklären Piktogramme das Rettungsprozedere. Das ist ein wirklich toller Helfer für einen solchen Notfall.“

Dr. Christopher Rose, Leitender Notarzt im Sana-Klinikum und Initiator der Aktion „Remscheider Herzen“ fügte an, dass der Ersthelfer für den Patienten eine enorm wichtige Person sei. „Das Gesetz sagt, dass der Notarzt in spätestens acht Minuten vor Ort sein soll. Das kann unter Umständen eine lange Zeit sein, in der ein Ersthelfer längst vor Ort ist und die ersten Rettungsmaßnahmen einleiten kann. Deshalb ist die regelmäßige Schulung mit einem Defibrillator so immens wichtig.“

Ein Standort für das Gerät wurde schnell gefunden. Der Defi wird im Eingangsbereich seinen Platz finden. Hinweisschilder, die zum Teil auch außerhalb des Museums angebracht werden, weisen auf das Vorhandensein und den Standort des Defibrillators hin. Der Förderkreis hat nicht gezögert, die Anschaffung des Defis zu finanzieren. „Das war uns wirklich wichtig“, bekräftigte Michael Schwerdtfeger. „Wir hoffen, dass wir ihn hier niemals brauchen, sind aber sehr froh, ihn hier zu haben.“

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