Mein Leben als Papa

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da – und ich mag ihn nicht

Ein erster Herbstspaziergang mit Michel. Im Zwiebellook. Er hatte trotz Nässe und Kälte durchaus seinen Spaß.
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Ein erster Herbstspaziergang mit Michel. Im Zwiebellook. Er hatte trotz Nässe und Kälte durchaus seinen Spaß.

RGA-Redakteur Gunnar Freudenberg erzählt vom Leben mit seinen Söhnen Hannes (6) und Michel (4).

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da. Er bringt uns nicht nur Wind, sondern auch malerischen Nebel und in der Nachmittagssonne rot und gelb leuchtende Blätter. Wie goldig. Hei hussassa!

Doch während sich Freunde bei Facebook, Instagram oder Whatsapp mit dem Posten schöner Fotos – meistens versehen mit Hashtags wie #herbstliebe – überbieten, kann ich dieser Jahreszeit nichts abgewinnen. Ja, als Michel im Regen vor mir stand und ich mal wieder am Reißverschluss seiner Jacke verzweifelte, entwich mir gar ein: „Ich hasse den Herbst!“

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Natürlich gefallen die sonnigen und milden Herbsttage auch mir. Mit meiner Frau bin ich in dieser Zeit früher stundenlang wandern gegangen. Aber das Wissen, dass es in den kommenden Monaten immer grauer, dunkler, kälter und nasser wird, schlägt mir aufs Gemüt. Und zwar noch mehr, seit Hannes und Michel auf der Welt sind.

Plötzlich muss ich Hannes und Michel zurückrufen, wenn sie nach draußen in den Garten stürmen. Weil das ohne Jacken nicht mehr geht und barfuß schon gar nicht. Sogar der Griff in den Korb mit den Schals und Mützen ist morgens wieder nötig geworden. Zwiebellook ist angesagt. Und das kann dauern. Denn ich kann mich selbst kaum unfallfrei anziehen, aber andere noch viel weniger.

„Du hattest uns noch eine Eis-Fahrradtour versprochen“, erinnern mich Hannes und Michel immer wieder an mein altes Versprechen aus dem Frühsommer, mit ihnen drei Eisdielen abzuklappern. Ich werde es wohl brechen müssen. Immerhin kamen die ersten in Kakao getränkten Spekulatius als Ersatz ganz gut an.

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Das kleinste Schniefen und Hüsteln bei Hannes und Michel macht mich nervös. Weil es nur eine Frage der Zeit ist, bis auch sie die erste Herbst-Erkrankung niederstreckt. Und damit meine ich nicht nur Corona. Im Kindergarten gibt es neuerdings sogar einen Aushang mit dem Titel „Derzeit im Umlauf“, der aktuelle Krankheiten mitteilt. Schöne Aussichten. . .

Aber gemütlich ist er doch, der Herbst. Oder? Ja, das kann er manchmal sein. Meine Frau hat ein Händchen für Deko. Und ich meine auch, dass sich Hannes und Michel schon wieder viel länger drinnen mit Basteln, Malen oder Lego und Playmobil beschäftigen können als noch im Sommer. Gerne sogar miteinander.

Aber das „Auf-einem-Fleck-Hocken“ macht auch ihre Streitlust größer. Und irgendwann müssen sie ihre aufgestaute Energie dann wieder loswerden. So wie ich auch. Am liebsten an der frischen Luft. Fürs Erste leider im Zwiebellook.

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