Erste Platte

Depeche Mode war der Erstling von Marc Schmitz

Marc Schmitz mit seiner ersten Platte „Construction Time Again“ von Depeche Mode. Foto: Uwe Rapp
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Marc Schmitz mit seiner ersten Platte „Construction Time Again“ von Depeche Mode.

Marc Schmitz veröffentlicht heute seine DJ-Mixe im Internet.

Von Uwe Rapp

Heute habe ich Marc Schmitz (49) am Telefon oder auch Marc Schmidex, so nennt er sich bei „mixcloud“. Das ist eine Internet-Plattform, auf der man seinen DJ-Mix veröffentlichen kann. Das macht er regelmäßig, und wenn möglich mit Vinyl.

„Das ist nicht immer möglich, ich muss auch mal auf digitale Sounds zurückgreifen“, sagt Marc. Aufgewachsen ist er in Dabringhausen. Sein neun Jahre älterer Bruder hatte damals schon eine stattliche Schallplattensammlung. „Das war für mich ein guter Einstieg in die Musik. Die Sammlung war querbeet durch alle Musikstile bestückt. Rock, Pop, Jazz, es war alles dabei. Mit 13 bekam ich meine erste eigene Hi-Fi-Anlage. Die Lautsprecherboxen hat mein Bruder selbst gebaut. Dazu gab es einen Luxman-Verstärker, der auch noch heute nach 36 Jahren zuverlässig seine Dienste erledigt“, sagt Marc.

„Es gab so viele neue Musik zu entdecken.“
Marc Schmitz

Seine erste eigene Schallplatte war von Depeche Mode „Construction Time Again“. „Die zweite war wohl von Tears for Fears ¸Shout‘. Bis zu meinem 18 Lebensjahr habe ich fast alle Platten in Dabringhausen bei Radio Forbriger gekauft. Wenn eine Platte nicht da war, wurde sie bestellt.“ Yello, Art of Noise, Simple Minds, Killing Joke, Dead Kennedys, Cure, Shocktherapy, Kraftwerk fanden so den Weg in Marcs Plattenregal. „Ich habe auch Pop der 80er wie Spandau Ballet oder Duran Duran gehört. Aber auch so Bands wie Grauzone oder Fehlfarben, Ideal. 80er halt“, sagt Marc. Während seiner Ausbildung zum Werkzeugmechaniker fuhr er einmal im Monat zu Saturn in Köln, da wurden dann auch mal 20 bis 30 Schallplatten gekauft. „Ich habe immer wieder auch mal Platten verkauft, und dann mit dem Geld wieder neue gekauft. Es gab ja so viel neue Musik zu entdecken.“ 1989 zog Marc nach Wermelskirchen und gehörte zu den vier Resident-DJs im Jugendzentrum „AJZ Bahndamm“ . „Da habe ich vier Jahre aufgelegt, viel Punk, Reggae, Ska, Wave gespielt. Das war eine schöne Zeit“, erzählt Marc. Nach dem Fachabitur zog Marc nach Wuppertal, um dort Sozialwissenschaften zu studieren. „Leider gab es auch den U-Club in Wuppertal. Jungle, Drum‘n‘Bass, House und Elektro wurden meine bevorzugter Musikrichtungen. Elektronische Musik hat mich schon fasziniert, und das ist auch bis heute so.“ Mit zwei Freunden gründete er das „Lunatic Sound Collectiv“ und legte wieder als DJ auf. „Zwei Jahre ging das so, wir waren eigentlich jedes Wochenende unterwegs und haben aufgelegt.“ Schallplatten hat er überwiegend in Köln bei „Groove Attack“ oder Underground-Plattenläden gekauft. „Die Zeiten sind vorbei. Ich habe mir ein zweites Hobby zugelegt und fahre Fahrrad und fotografiere.“ Jetzt wird nur noch zu Hause aufgelegt und gemixt. Schallplatten verkauft, von den Einnahmen werden wieder neue gekauft. „Mein teuerster Verkauf war mal eine „Chemical Brothers“, da habe ich 100 Euro für bekommen. Sie ging nach Kanada.“

Seit 2015 kann man seine Mixe auf Mixcloud hören. „Mittlerweile habe ich ca. 3700 Follower. Das ist eigentlich schon nicht schlecht. Ich bin damit zufrieden.“ Trotz elektronischer Musik ist Joy Division „Unknown Pleasure“ immer noch das Album, das ihn am meisten beeinflusst hat. Wer gerne einmal was von Marc hören möchte, kann das unter

mixcloud.com/marc-schmidex/

Gastautor

UWE RAPP Wer in Remscheid seine erste Schallplatte erstanden hat, der hat das mit großer Wahrscheinlichkeit bei Uwe Rapp getan.

Uwe Rapp

Der 65-Jährige verkaufte einst Musik im legendären Plattenladen Zack-Zack. Heute legt er als Kult-DJ auf Partys auf. Für unsere RGA-Serie „Meine erste Platte“ haben wir Uwe Rapp als Gastautor gewonnen.

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