Denkmalschutz: Solaranlage könnte Blick von oben trüben

Die Lenneper TG wollte auf dem Dach der Moll´schen Fabrik (oben rechts, gelbliche Fassade) eine Photovoltaikanlage installieren - durfte aber nicht.
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Die Lenneper TG wollte auf dem Dach der Moll´schen Fabrik (oben rechts, gelbliche Fassade) eine Photovoltaikanlage installieren - durfte aber nicht.

In Remscheid gibt es kaum Anträge für Solar-Anlagen auf denkmalgeschützten Häusern? Das hatte Dr. Angela Koch von der Unteren Denkmalbehörde den Politikern im Bauausschuss erklärt (RGA vom Mittwoch). Mag sein, sagt Stefan Müller - widerspricht der Denkmalschützerin aber: "Dass kaum Anträge gestellt werden heißt aber nicht, dass es kein Interesse gibt."

Die Lenneper Turngemeinde (LTG) zum Beispiel hätte liebend gern eine große Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der vereinseigenen Moll´schen Fabrik in der Neugasse installiert. Einen Antrag allerdings stellte die LTG nicht: um Kosten zu sparen. "Frau Dr. Koch hatte uns im Vorfeld deutlich gemacht, dass sie diese Anlage nicht genehmigen würde." Und er wisse von weiteren Hausbesitzern in Lennep, denen es ähnlich ergangen sei.

Die LTG wollte auf dem Dach ihr Geld anlegen. Eine 100 Quadratmeter große Photovoltaikanlage sollte die Energiebilanz verbessern - und hätte langfristig Gewinne abgeworfen, die die Unterhaltung des Gebäudes sicherstellen sollten. Von der Straße aus, sagt Vorstandsmitglied Müller, wären die Paneele nicht zu sehen gewesen. Trotzdem hätte die Denkmalschützerin ihnen keine Chancen gegeben. Begründung: "Es gäbe Reflexionen beim Überfliegen der Altstadt."

Die LTG habe ihre Pläne daraufhin eingestampft, sagt Müller. Aus seiner Sicht "ist hier moderne Technik verhindert worden". Er fände es gut, wenn man auch in der Altstadt den aktuellen Stand der Technik einbringen könnte" - nicht nur als kleine Warmwasser-Anlage, sondern auch für größere Flächen.

In Wuppertal investieren Bürger gemeinsam als Genossenschaft

Und sollte das gar nicht möglich sein, regt er die Gründung einer "Bürgerstrom-Genossenschaft" nach Wuppertaler Vorbild an. Dort haben sich Bürger ohne eigene Dachflächen zusammengetan, um gemeinsam Solar- und Photovoltaikanlagen zu finanzieren - beispielsweise auf dem Dach des Gründerzentrums.

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