Der Nachwuchs fehlt

Dem Klimaschutz fehlen die Berufspraktiker

Unernehmer, Personalerinnen und Firmenchefs trafen sich zum Business-Frühstück im Berufsbildungszentrum.
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Unernehmer, Personalerinnen und Firmenchefs trafen sich zum Business-Frühstück im Berufsbildungszentrum.
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Unternehmer netzwerken im Berufsbildungszentrum: Chef Alexander Lampe wirbt für die Weiterbildung.

Von Axel Richter

Remscheid. Klimaschutz braucht Fachkräfte. Doch den Remscheider Unternehmen fehlt der Nachwuchs. Das liegt nicht an ihnen, sondern entspricht dem Zeitgeist: Statt in der Lehrwerkstatt an Feile und Schraubstock zu stehen, streben viele junge Menschen dem Uni-Hörsaal zu.

Dabei werden die Praktiker dringend gebraucht. Wie sehr zeigt das Beispiel eines Remscheider Unternehmens, das energie- und ressourcensparende neue CNC-Maschinen anschaffte, dann aber in der eigenen Belegschaft niemanden fand, der die moderne Technik bedienen konnte. Das Berufsbildungszentrum der Remscheider Metall- und Elektroindustrie (BZI) verstärkt deshalb die Anpassungsqualifikation.

So heißt die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter. Wie ihnen das BZI dabei helfen kann, erfuhren Remscheider Unternehmerinnen und Unternehmer, Geschäftsführer und Personalerinnen beim Business-Frühstück, zu dem die Stadt Remscheid in vierteljährlichen Abständen einlädt. Bei den Treffen in wechselnden Unternehmen steht das Netzwerken im Mittelpunkt.
Natürlich nachhaltig: So geht Klimawandel in Remscheid

BZI arbeitet mit Firmen, denen der Klimaschutz am Herzen liegt, zusammen

Das BZI wurde 1952 von der Stadt Remscheid mit dem Arbeitgeberverband und der Industrie- und Handelskammer als Lehrwerkstatt gegründet. Heute lassen sich dort in Kooperation mit den Betrieben 40 verschiedene Berufe erlernen. Für die bis zu 3500 Teilnehmer, die das BZI heute im Jahr aufsuchen, wurde tüchtig investiert.

Für 14 Millionen Euro ist ein neuer Bildungscampus entstanden, der modernsten Ansprüchen entspricht. Auf rund 14 000 Quadratmetern stehen heute 360 Werk- und 100 Maschinenarbeitsplätze zur Verfügung, dazu Robotertechnik sowie alles zu Smart Home und Künstlicher Intelligenz.

Darüber hinaus sucht BZI-Geschäftsführer Alexander Lampe die Zusammenarbeit mit den Future Cleantech Architects, einer Denkfabrik zum Klimaschutz um den Remscheider Dr. Peter Schniering. Ihm geht es um Sprunginvestitionen, um in den Unternehmen wirklich große Mengen Treibhausgase einsparen zu können.

Wer über den Klimaschutz nicht nur reden, sondern dafür etwas tun möchte, ist in den Remscheider Unternehmen mithin an der richtigen Adresse. Solange sich das nicht rumgesprochen hat, ruft Alexander Lampe die Firmenchefs zur Weiterbildung ihrer Beschäftigten in seinem BZI auf. Denn, sagt er: „Sie können und müssen in moderne Technik investieren. Aber sie haben nichts davon, wenn niemand sie bedienen kann.“

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