Lenneper Jahnplatz

Dauerparken: Ab dem 15. Tag droht ein Verwarngeld

Anhänger in Reih und Glied auf dem Lenneper Jahnplatz neben dem Stadion. Foto: Roland Keusch
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Anhänger in Reih und Glied auf dem Lenneper Jahnplatz neben dem Stadion.

RGA-Leserin ärgert sich über abgestellte Anhänger und Sprinter auf dem Lenneper Jahnplatz.

Von Andreas Weber

Remscheid. Oft ist Annemarie Leppak in den vergangenen Monaten zu Corona-Tests in der Alten Feuerwache in Lennep gewesen. Der benachbarte Jahnplatz ist ihr dabei als Ort aufgefallen, wo immer mehr Anhänger und große Sprinter mit auswärtigen Kennzeichen abgestellt werden. Leppak schüttelt den Kopf: „Das ist wahrlich kein Aushängeschild für Lennep. Der Platz sieht ungepflegt aus.“

Dort oft längerfristig abgestellte Fahrzeuge machten diesen Anblick nicht besser, kritisiert die RGA-Leserin. Darf öffentlicher Verkehrsraum so genutzt werden? Prinzipiell ja, klärt Ordnungsamtsleiter Arndt Liesenfeld auf. „Auf dem Jahnplatz gibt es keine Einschränkungen.“ Aber: Generell darf nur 14 Tage an einer Stelle geparkt werden. Danach droht Verkehrssündern ein Verwarngeld von 20 Euro. Um zu beweisen, dass jemand länger als zwei Wochen sein Gefährt nicht bewegt, wird von den Ordnungshütern die Ventilstellung an einem Reifen mit Kreide dokumentiert. Die Stadt handelt jedoch nicht sofort am 15. Tag. Wer „vorgemerkt“ ist und längerfristig überzieht, drohen Konsequenzen. „Der muss damit rechnen, dass sein Fahrzeug aus dem Verkehr gezogen wird und am Abschlepphaken landet“, meint Liesenfeld.

Überall kocht der Ärger von Anwohnern dann hoch, wenn sie monieren, dass wertvoller Parkraum verloren geht. Immer wieder berichtete der RGA über geparkte Anhänger an der Hindemithstraße in Reinshagen, über Lasterkolonen auf dem Seitenstreifen an der Nordstraße, dauergeparkte Wohnanhänger an der Hackenberger Straße. Die Liste ließe sich fortsetzen. Liesenfeld gesteht, dass die Verwaltung nicht jeden Anhänger im Stadtgebiet kontrollieren könne und Abschleppen Ermessenssache sei. Gleichwohl gilt: Wer behindernd parkt, wird sofort entfernt. Ebenso wenig duldet die Stadt, dass manche meinen, mit 20 Euro Verwarngeld deutlich billiger dran zu sein als mit der Miete für einen monatlichen Stellplatz. „Erkennen wir einen Vorsatz, verdoppelt sich die Summe“, betont Liesenfeld. Rigoros gehe man vor, wenn abgestellte Anhänger mit Aufbauten zu Werbezwecken abgestellt seien. Dies sei eine unerlaubte Sondernutzung.

Auch interessant: Parken und Müll: Ordnungsamt kündigt verschärfte Kontrollen an

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