Vorsätze für 2023

Remscheid 2023: Das wünschen sich die Bürgermeister für die Stadtteile

Aldi dürfen keine Steine in den Weg gelegt werden: Bezirksbürgermeister Otto Mähler (SPD).
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Aldi dürfen keine Steine in den Weg gelegt werden: Bezirksbürgermeister Otto Mähler (SPD).
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  • Sven Schlickowey
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Lennep, Lüttringhausen, Südbezirk und Alt-Remscheid: Welche Baustellen 2023 dringend erledigt werden sollen - und wie sich Markus Kötter, Jürgen Heuser, Stefan Grote und Otto Mähler das vorstellen.

Südbezirk: Das wünscht sich Stefan Grote (SPD) für 2023

Stefan Grote (SPD) hat viele Wünsche für das neue Jahr, wie er sagt. „Mein erster Wunsch aber lautet: endlich Klarheit darüber, was die Burger Straße betrifft.“ Gemeint ist die Ansiedlung eines Frische- und Drogeriemarktes an der Stelle, an der der „Blaue Mond“ steht: bei Aldi. Dies sei im Übrigen nicht nur sein persönlicher Wunsch für 2023, sondern der der Bürgerinnen und Bürger im Süden sowie der Bezirksvertretung. „Dass es umgesetzt wird, darüber diskutiere ich nicht mehr, sondern nur über das Wann.“

Sein zweiter Wunsch betrifft ebenfalls ein Großprojekt im kleinsten Stadtteil Remscheids: den Durchstich Intzestraße und der damit verbundene Pocket Park. Denn auch hier wünschten sich die Bürgerinnen und Bürger, dass es endlich zu einer Entlastung am stark frequentierten Knotenpunkt kommt, sagt Grote.

Nahversorgung im Südbezirk muss endlich besser werden: Bezirksbürgermeister Stefan Grote (SPD).

Lennep: DOC, Kölner Straße, Möbelhaus

Markus Kötter (CDU) erwartet für Lennep eine „Entscheidungsgrundlage“, wie es nach dem Aus für das Großprojekt Designer Outlet Center weitergeht. Nach wie vor ist ungewiss, was aus dem Röntgen-Stadion, dem Jahn- und Kirmesplatz werden soll. Dass es einen städtebaulichen Wettbewerb geben soll, an dem sich interessierte Architekten und Raumplaner beteiligen können, findet der Bezirksbürgermeister richtig. „Dadurch könnten wir eine Bandbreite an Vorschlägen erhalten. Und zum Teil haben die Fachleute schon Kontakt mit potenziellen Investoren.“

Andererseits stelle er sich die Frage, warum die Stadtverwaltung die Reihenfolge der einzelnen Verfahrensschritte so getaktet hat. „Denn jetzt läuft ja erst die Bürgerbeteiligung mit der weiteren Lennep-Konferenz im Februar.“

Auch auf die Frage, wie sich die Kölner Straße entwickeln soll, erwartet er 2023 Antworten. Dabei sei ihm eines wichtig: „Wir müssen die betroffenen Anlieger beteiligen und mit ihnen sprechen.“

Und noch einen Wunsch hat er: Das Möbelhaus, das am Lenneper Bahnhof verfällt, soll nach Jahren des Stillstands abgerissen werden. Ein Investor hatte 2019 seine Pläne bekannt gegeben, auf dem Grundstück Seniorenwohnen einzurichten.

Erwartet Entscheidungsgrundlage für das DOC-Areal: Lenneps Bezirksbürgermeister Markus Kötter (CDU).

Lüttringhausen: Kreisel Eisernstein, alte Feuerwache

Im Dorp soll es rund gehen – im wahrsten Wortsinn: Nach endlosem Warten soll der Umbau des Verkehrsknotenpunktes Eisernstein zum Kreisverkehr starten, zuletzt beriet die Bezirksvertretung über das Begrünungskonzept des Kreisels. Für Bezirksbürgermeister Jürgen Heuser (SPD) eines der zwei bestimmenden Themen: „Endlich passiert da was.“

Nicht weniger wichtig ist ihm das zweite, der Umbau der alten Feuerwache zur Stadtteilbibliothek. Dass Lüttringhausen überhaupt eine hat, ist dem enormen Engagement von Bürgern, Sponsoren und den Lütteraten zu verdanken. Doch das derzeitige Domizil in der Gertenbachstraße 22 sei längst nicht mehr zeitgemäß, so Heuser: „Es gibt nicht mal einen Platz, um sich in Ruhe zu setzen.“ Am neuen Standort soll alles besser werden. „Mitte 2023 kann der Umbau beginnen, ein Jahr später findet hoffentlich der Umzug statt.“

Am Knotenpunkt Eisernstein geht es los: Lüttringhausens Bezirksbürgermeister Jürgen Heuser (SPD).

Alt-Remscheid: Hasten, Aldi, Kremenholl, Allee

Bei Bezirksbürgermeister Otto Mähler oben auf der Agenda steht der Hasten. Nach der Absage von Investor Michiel Ros will Mähler das angedachte Baugebiet zwischen Richard-/Artur- und Hastener Straße forcieren. Die im Gespräch mit Baudezernent Peter Heinze geäußerte Überlegung ist, dass die Stadt das 12.000 qm große Areal in zweiter Reihe kauft und mit einem gegenüber der ursprünglichen Idee (20 Grundstücke für Eigenheime) abgespeckten Bauvorhaben umsetzt. Ob dies funktioniert, ist nicht zuletzt eine Frage des Kaufpreises für das Grundstück.

Sorgen bereitet Mähler auch der Aldi-Umzug von der Hammesberger- hoch an die Hastener Straße zum Gesundheitsamt. Der zwischen Stadt und Discounter vorverhandelte Vertrag sieht vor, dass an der Hastener Straße 23a ein Markt mit 800 qm Verkaufsfläche und Nebenflächen entstehen soll. Auf den Aldi wird ein Parkdeck mit 70 Stellplätzen gebaut und darauf wiederum sechs Wohnungen mit zusammen 535 qm Wohnfläche. Die Umsetzung stockt. Otto Mähler spricht davon, dass Aldi Steine in den Weg gelegt würden und hofft, dass Peter Heinze die Angelegenheit zur Chefsache erklärt und die Baumaßnahme zügig in Gang kommt.

Otto Mähler denkt bei dringenden Projekten auch an den Kremenholl, wo die Nahversorgung im Argen liegt und sich die Frage stellt, was mit der verwaisten Immobilie der städtischen Kita Paulstraße passiert. Auch in die Alleestraße müsse endlich Schwung rein. „Die Revitalisierung kann sich doch nicht in neuen Bänken und einer neuen Beleuchtung erschöpfen“, wundert sich Mähler.

Gremien: Die erste Bezirksvertretung, die im neuen Jahr tagt, ist Alt-Remscheid: Dienstag, 31. Januar, 17 Uhr, großer Sitzungssaal im Rathaus. Es folgt Süd am Mittwoch, 1. Februar, 17.30 Uhr, Rathaus.

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