Auftritt

Das Thema Tod kann unterhaltsam sein

Simone Schmitt (l.) und Christine Holzer präsentierten ein ernstes Thema unterhaltsam und berührend.
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Simone Schmitt (l.) und Christine Holzer präsentierten ein ernstes Thema unterhaltsam und berührend.

Die Tabutanten in der Klosterkirche.

Von Sabine Naber

Remscheid. „Wir haben die Bühne, uns und weißes Papier. Holen aus der Leere die Fülle“ – so kündigten „Die Tabutanten“ – das sind Simone Schmitt und Christine Holzer – ihren Auftritt in der bis auf den letzten Platz besetzten Lenneper Klosterkirche an.

Eingeladen vom Ambulanten Hospiz, präsentierten sie unter der Überschrift „Sie werden lachen, es geht um den Tod“ Improvisationstheater vom Feinsten. Verstanden es ausgezeichnet, rund um das ernste Thema humorvoll, achtsam und berührend zu unterhalten.

Auf die Frage, was den Zuschauerinnen und Zuschauern zum Thema Liebe einfällt, gab es Stichwörter wie beispielsweise Herz, Wärme, Zweisamkeit aus dem Publikum. Als es um Voraussetzungen für eine Begleitung ging, hieß es Empathie, Zeit, Pfefferminz – oder auch Geheimwaffen wie beispielsweise ein Lachsack. Beim Thema Tod bekamen die Tabutanten Begriffe wie Leben, Unendlichkeit, aber auch Erbschleicher und Hospiz zu hören. Als sie dann noch wissen wollten, was typisch für Lennep ist, kamen Zurufe wie Bergisches Landbier und Röntgenmuseum. Aus diesem Konglomerat von Begriffen gestalteten die beiden Schauspielerinnen spontan einen Theaterabend, der auch für sie selbst immer wieder anders ist.

Christine Hölzer schlüpfte in die Rolle der Bestatterin, Simone Schmitt spielte eine Frau, die eine Urne für ihren Mann sucht. „Schon passiert oder noch geplant?“, wollte die Expertin zunächst wissen. Und schlug eine Urne in Form einer Bergischen Landbierflasche vor. Man geriet ins Plaudern und die Witwe in spe erklärte, dass sie auch die Erbschleicher einladen will, wenn sie ihren Mann, der immer alles erst später erledigen will, mit der Urne auf dem Wohnzimmertisch konfrontieren wird. In einer anderen Szene besuchte Hospizlerin Sybille die kranke Beate. Als Geheimwaffe hatte sie Schnaps und Pfefferminz dabei.

Am Ende eines gelungenen Abends freuten sich Simone Schmitt und Christine Holzer schon auf den nächsten Besuch in Lennep.

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