Kostenfreie Angebote

Das Spielparadies für Kinder liegt am Rosenhügel

Nicola Janke (31), Kübra Gökpinar (29) und Franziska Meyer (24, h. v. l.) spielen mit den Kids gern Uno auf den Sitzsäcken im Garten. Fotos: Roland Keusch
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Nicola Janke (31), Kübra Gökpinar (29) und Franziska Meyer (24, h. v. l.) spielen mit den Kids gern Uno auf den Sitzsäcken im Garten.

Montags- bis mittwochs öffnen drei Studentinnen die Tür. Hier gibt kostenfreie Angebote von Slackline über Federball bis Mario Kart.

Von Melissa Wienzek

Im Spielhaus gibt es eine Küche, in der gerne zusammen gezaubert wird, eine Sitzecke, einen Kicker und natürlich viele bunte Stifte zum Malen.

Direkt gegenüber der Nelson-Mandela-Schule liegt geschützt hinter einer Hecke das Paradies für Kinder: das Spielhaus Rosenhügel vom Stadtteil e.V. Lindenhof. Seit 2010 bietet es allen Remscheider Kindern zwischen 6 und 14 Jahren jede Menge Freizeitangebote – und hat dafür nicht nur ein vollausgestattetes Holzhaus, sondern auch ein idyllisches 260-Quadratmeter-Außengelände zur Verfügung. Das Land fördert das Spielhaus.

Immer montags- bis mittwochnachmittags zwischen 14.30 und 17.30 Uhr öffnen die drei Remscheider Studentinnen Nicola Janke (31), Kübra Gökpinar (29) und Franziska Meyer (24) hier die Tür für die Kinder, die es meist kaum abwarten können, dass wieder Montag ist. „Meine Töchter rechnen immer die Tage runter, bis das Spielhaus öffnet“, erzählt Kai Selzer, Vater von Leonie (6) und Chloé (10). Die Familie lebt direkt um die Ecke am Rosenhügel. „Es gibt hier viele Angebote zur Freizeitgestaltung in einem geschützten Rahmen. Das ist tausend Mal besser, als zu Hause vor dem PC zu sitzen. Und wo gibt es sonst ein Jugendzentrum für Kinder unter 12?“ An manchen Tagen sei im Garten richtige Freibad-Atmosphäre aufgekommen – so voll war es. Denn die Kinder lieben es, hier Federball zu spielen, auf den Sitzsäcken eine Runde Uno zu zocken oder auf der Slackline zu balancieren.

„Wir sind klein, aber oho“, fasst es Nicola Janke zusammen. Die Lehramtsstudentin ist seit 2018 als Betreuerin dabei. „Mittlerweile bekommen wir schon einen Generationenwechsel an Kindern mit.“ Gemeinsam mit Kübra Gökpinar, die Soziologie und Politikwissenschaften studiert, und der gelernten Erzieherin Franziska Meyer, hat sie alle Kinder im Blick, nimmt Anmeldungen entgegen und beantwortet Fragen der Eltern. „Die meisten Angebote für Kinder starten erst ab 12/13 Jahren, wir haben auch etwas für Sechsjährige im Angebot.“ Zum Beispiel malen, basteln, Bücher, Gesellschaftsspiele. „Und was wir nicht hier haben, versuchen wir zu ermöglichen.“

Im Container im Garten verstecken sich Pedalos, Inline Skates, Tore und ein XXL-Vier-Gewinnt. Zum Chillen gibt es eine Hängematte, der Tisch hat bereits Mühle und „Mensch ärger dich nicht“ integriert. Auch einen Pool und einen Grill hat das Spielhaus, das demnächst seinen Namen ändern wird. Das Konzept wird erweitert.

Stolz sind Team und Kinder auf ihren portablen Blumenwagen: einen alten Einkaufswagen, der zum kleinen Kräuterbeet mit Basilikum, Minze & Co. umfunktioniert wurde. Diese können die Kinder alle essen: Geplant ist, gemeinsam ein Beet anzulegen. Denn Nachhaltigkeit ist auch ein Thema, das alle beschäftigt.

Der Renner sind auch die medialen Angebote. Obwohl sonst Handy-Verbot im Spielhaus herrscht. „Wir wollen, dass die Kinder hier miteinander spielen und nicht mit dem Handy“, erklärt Janke. Dennoch gibt es einmal im Monat einen Medien-Tag: Das kann ein Kinonachmittag sein oder die Kids treten im Mario Kart auf der Nintendo Switch gegeneinander an. Nächste Woche wollen sie gemeinsam eine Spotify-Playlist erstellen – immer unter der Anleitung der drei Betreuerinnen.

„Ich bin jeden Tag hier.“

Sharon (14), vom Rosenhügel

Das 70-Quadratmeter-Holzhaus hat nicht nur ein behindertengerechtes WC, sondern auch eine vollausgestattete Küche. Hier können die Kinder nach dem Spielen etwas zu Trinken bekommen und sich kleine Snacks abholen. „Wir haben auch schon Smoothies gemacht. Mit dem Stabmixer zu arbeiten, fanden die Kinder megalustig“, erzählt Janke.

Aber drinnen wird ohnehin nur dann gespielt, wenn draußen zu schlechtes Wetter ist. Sonst ist die Ansage: Alle Mann an die frische Luft. Das liebt auch Sharon (14), die „Dienstälteste“: „Mit den anderen Federball spielen, kickern, Fußball spielen. Und malen.“ Sie wohne nur eine Haltestelle entfernt, sagt die Schülerin der Nelson-Mandela-Schule. „Ich bin jeden Tag hier.“

Anmeldung

Alle Remscheider Kinder zwischen 6 und 14 Jahren dürfen die kostenlosen Angebote des Spielhauses Rosenhügel, Ewaldstraße 13, nutzen. Es ist montags bis mittwochs von 14.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Allerdings sollten sie sich vorher einmalig anmelden. Das Team ist über das Diensthandy montags bis freitags zwischen 10 und 18 Uhr per Anruf, SMS und WhatsApp erreichbar: Tel. (01 76) 83 69 72 24.

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