Wer weiß was?

Das Rätsel um die verschwundenen Reliefs aus dem Erzgebirge

Das verschwundene Schornsteinfeger-Wappen.
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Das verschwundene Schornsteinfeger-Wappen.
  • Frank Michalczak
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Kolpingvorsitzender sucht Handwerkswappen, deren Schicksal ungeklärt ist.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Ein Rätsel möchte der Vorsitzende Karl-Heinz Meyer zum Ende seiner Amtszeit lösen. Seine Frage: Wer kann Hinweise auf den Verbleib von Holzreliefs geben, die in den vergangenen Jahren verschwunden sind und sich im Besitz der Kolpingsfamilie befanden?

Ihre Geschichte reicht in die 80er Jahre zurück, als es bei der katholischen Gemeinschaft Verbindungen zu einem Pfarrer im ostdeutschen Schwarzenberg gab. Er vermittelte den Kontakt zu einem Künstler im Erzgebirge, der im Auftrag der Remscheider Familie zwanzig Werke schnitzte. „Es handelte sich um Handwerkswappen“, berichtet Karl-Heinz Meyer. Die Einzelstücke fanden ihr Zuhause im Remscheider Kolpinghaus und symbolisierten die Markenzeichen von Bäckern, Schornsteinfegern, Glasern und sonstigen Berufssparten.

Sie verblieben auch nach dem Verkauf des Kolpinghauses an die Lebenshilfe im Gebäude an der Palmstraße. „Leider sind im Laufe der Jahre dort sieben verloren gegangen“, bedauert der Vorsitzende, der die übrigen Exponate für die Nachwelt erhalten wollte. Pfarrer Hans Jürgen Roth, Ehren-Präses der Familie, hatte schließlich eine Idee: Wo sollten die Wappen besser hinpassen als ins Haus des Handwerks an der Hindenburgstraße? „Dort sollten sie als Leihgabe ausgestellt werden“, erklärt Karl-Heinz Meyer, der diesbezüglich offene Ohren beim Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Fred Schulz gefunden hatte.

Wer kennt den Verbleib des Glaser-Wappens?

Doch: Auch das Schicksal dieser übrigen Reliefs ist nun ungeklärt. Sie sollten eigentlich das Treppenhaus nach einer Renovierung zieren – und landeten zunächst einmal im Keller, wie Fred Schulz berichtet. „Und dort sind sie einfach nicht mehr auffindbar. Wir haben das ganze Haus auf den Kopf gestellt“, erklärt er über eine Angelegenheit, die er als „sehr unangenehm und äußerst peinlich“ beschreibt. Möglicherweise sei einfach „untergegangen“, worum es sich bei den Kunstwerken handelte. Spuren eines Einbruchs seien nicht festgestellt worden, berichtet Schulz, der sein tiefes Bedauern zum Ausdruck bringt.

Das Treppenhaus sei im Zuge eines Eigentümerwechsels dann doch nicht saniert worden, so dass sich Karl-Heinz Meyer lange wunderte, dass er nichts mehr von der geplanten Ausstellungseröffnung hörte. „Tja, und dann bekam ich die Nachricht, dass auch diese Reliefs verschwunden waren“, zeigt sich der Kolping-Vorsitzende betrübt, der zahlreiche Erinnerungen mit den Werken verbindet.

Einige von ihnen seien damals unter schwierigen Bedingungen aus der ehemaligen DDR herausgeschmuggelt worden. „Sie sind nacheinander über mehrere Jahre entstanden“, berichtet der 85-Jährige. Wer etwas zum Verbleib der Reliefs weiß, kann sich an den RGA wenden, Tel. 9 09-2 10, oder per E-Mail an: redaktion@rga.de.

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