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Blutspenden in Zeiten der Pandemie: Das persönliche Miteinander fehlt

Marlies Mohrhenn, Eveline Müller, Ulla Drewes, Karin Kleinjunge und Ute Sieper (v. l.) waren im Einsatz. Foto: Roland Keusch
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Marlies Mohrhenn, Eveline Müller, Ulla Drewes, Karin Kleinjunge und Ute Sieper (v. l.) waren im Einsatz.

Bevor sich Sonntagnachmittag im DRK-Haus an der Alleestraße die Türen für die Blutspender öffnen, gibt es noch eine kurze Lagebesprechung zwischen Eveline Müller, die den ehrenamtlichen Einsatz koordiniert, und ihren fünf Mitstreiterinnen.

Von Sabine Naber

Bevor sich Sonntagnachmittag im DRK-Haus an der Alleestraße die Türen für die Blutspender öffnen, gibt es noch eine kurze Lagebesprechung zwischen Eveline Müller, die den ehrenamtlichen Einsatz koordiniert, und ihren fünf Mitstreiterinnen. Wer steht mit der Anmeldungsliste am Empfang, wer übernimmt die Eintragungen am Computer und wer bringt die Besucher später zu den beiden Ärzten ins Nebenhaus?

Dr. Burkhard Wittinghofer, Honorararzt beim DRK, und sein Kollege führen dann mit den Spendenwilligen ein vertrauliches Gespräch. Es geht etwa um frühere Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme. „Damit schließen wir gesundheitliche Risiken, sowohl für die Spender, als auch für die Empfänger, aus“, fasst es Dr. Wittinghofer zusammen. Nach Blutdruck- und Fiebermessung kommen dann die medizinischen Fachkräfte zum Einsatz, die das Blut abzapfen.

Nach einer Ruhezeit auf den Liegen bekommen die Blutspender dann eine Stärkung zum Mitnehmen in Form eines Lunchpaketes. „Vor der Pandemie haben wir hier noch in froher Runde zusammengesessen, durften belegte Brötchen, Kaffee oder Wasser anbieten. Das war ein bisschen persönlicher, das fehlt uns allen zurzeit“, schildert Müller die Situation, die für alle Beteiligten ein wenig komplizierter geworden ist. Zum Beispiel müssen sich Spendenwillige jetzt per Computer anmelden, damit lange Warteschlangen vermieden werden können. Pro Viertelstunde konnten sechs Anmeldungen angenommen werden, 100 Spendenwillige standen gestern auf der Liste.

Im Januar gibt es noch zwei weitere Termine

„Einigen unserer Stamm-Blutspender, die vielleicht schon mehr als 100 Mal dabei waren, fällt die Anmeldung schwer, denn sie sind nicht so vertraut mit dieser Technik“, weiß Eveline Müller, die seit 17 Jahren als Blutspendenbeauftragte die Einsätze leitet. Neben ihr waren gestern auch Britta Fahrentrapp, Ute Sieper, Karin Kleinjunge, Marlies Mohrhenn und Ursula Drewes im Einsatz. „Inzwischen habe ich hier ein Team von zwölf Mitarbeitenden. Und wir alle sind mit Leib und Seele dabei“, versichert die Koordinatorin. Sie betont aber auch, dass sie und ihr Team auf das Ende der Pandemie hoffen. Immer wieder die geforderten Abstände im Blick zu behalten, auf die Hygieneregeln hinweisen zu müssen, das sei schon anstrengend. Und wenn dann noch – wie gestern zum Start – der Computer streikt und sich die Zeiten verschieben, dann wissen die Ehrenamtler, dass sie wohl vor 21.30 Uhr nicht zu Hause sein werden.

Am 14. Januar ist das Team im Hastener Gemeindehaus an der Büchelstraße im Einsatz, am 20. Januar im Gemeindehaus am Ludwig-Steil-Platz in Lüttringhausen.

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