Konzert

Das musikalische Schweigen findet ein Ende

Etwas mehr als eine Stunde spielte der Posaunenchor in der Evangelischen Kirche. Foto: Doro Siewert
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Etwas mehr als eine Stunde spielte der Posaunenchor in der Evangelischen Kirche.

Erstes Konzert des Lüttringhauser Posaunenchors nach langer Pause.

Von Peter Klohs

Wie so viele musikalische Vereine hat auch der Lüttringhauser Posaunenchor in den vergangenen zwei Jahren nicht öffentlich musizieren können. Am Samstagabend beendete der Posaunenchor das musikalische Schweigen in der evangelischen Kirche mit einem Frühlingskonzert. Gerne hätte man – wie es normal gewesen wäre – die musikalische Saison mit einem großen weltlichen Konzert begonnen. Aber wie der Vorsitzende des Posaunenchores Sebastian Brüninghaus sagte: „Die Zeiten sind nicht normal“, weshalb man sich zu einem geistlichen Konzert entschlossen habe.

Der Innenraum der Kirche war sehr gut besucht, auch auf der Empore hatten Musikfreunde Platz genommen. Das gut 70-minütige Konzert begann stilvoll mit Mendelssohns „Jauchzet dem Herren, alle Welt“, einer in vier kurzen Sätzen aufgeteilten Komposition mit melancholischem Charakter, die auch ohne die Worte des Textes funktioniert. Der zwölfjährige Nachwuchsposaunist Jan Heynen solierte brillant in „Peace like a river“, bevor zwei dunkeltönige Kompositionen von Anton Bruckner (Locus iste und Sanctus) die Stimmung etwas verschattete. Sehr interessant klangen die drei Fantasien über Bilder von Marc Chagall, die der zeitgenössische Komponist Jens Uhlenhoff geschrieben hatte. Dias zeigten die Gemälde, zu denen der Posaunenchor adäquat die Töne und Melodien zur Farbe Blau oder in einem Fall zu Rot und Gelb spielte. Drei Jubilare des Posaunenchores waren vor dem Konzert gebeten worden, ihren Lieblingschoral zu benennen, den der Chor im Konzert spielen würde. Karl Müller, seit 80 Jahren (!) im Lüttringhauser Posaunenchor, hatte sich „In dir ist Freude“ ausgesucht, Karl-Ernst Rau, seit 70 Jahren im Chor, hatte „O Gott du frommer Gott“ genannt und der seit 60 Jahren den Posaunenchor treu begleitende Hans-Herbert Brüninghaus wurde mit „Bleib bei mir Herr“ geehrt, alle drei Stücke von getragener Atmosphäre und moderater Dynamik geprägt.

Eine deutliche Aufhellung war nur bei „Jesus Christ Superstar“ zu hören, immer noch eines der bekanntesten Musical-Songs von Andrew Lloyd Webber. Mit John Rutters „Look at the world“ schloss das Konzert sehr harmonisch.

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