Serie: Meine erste Platte

Das Cover seiner ersten Platte ist nicht mehr zeitgemäß

Die rockigen Stücke der englischen Band Uriah Heep interessierten Bernd Hoppe überhaupt nicht. . .
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Die rockigen Stücke der englischen Band Uriah Heep interessierten Bernd Hoppe überhaupt nicht. . .

Heimatbund-Vorsitzender Bernd Hoppe hört Musik meist nebenbei.

Von Peter Klohs

Remscheid. Die erste Langspielplatte von Bernhard Hoppe ist durchaus noch in seinem Besitz. Er selbst, der RGA-Kollege, der für das Foto verantwortlich ist, und ich sitzen jedoch nur kurz zusammen, um zu entscheiden: Die Platte können wir nicht mit auf das Foto nehmen.

In der heutigen Zeit kommt martialisches Kriegsgerät nicht gut an, zu Recht. Und das Cover der LP „Salisbury“ der englischen Rockband Uriah Heep ziert nun mal ein Panzer in Großaufnahme. Wir verstecken es unter einer alternativ ausgesuchten Langspielplatte der gleichen Gruppe. „Die habe ich zwei oder drei Jahre nach ‚Salisbury‘ gekauft“, weiß Bernhard Hoppe zu berichten.

„Es war die Zeit meiner ersten Fetenbesuche“, erinnert sich der in Wuppertal geborene Hoppe. „Und damals fand ich Klammerblues sehr faszinierend. Insoweit interessierten mich die Rockstücke auf der LP überhaupt nicht, sondern nur ‚Lady in black‘, der Titel, auf den man den Klammerblues tanzen konnte. Das Stück hat ja nur zwei Akkorde, aber die haben sich mir gleichsam eingebrannt. Also sparte ich mein gewiss nicht üppiges Taschengeld und ging zum Musikgeschäft Karl vom Kothen. Ich war damals sportlich sehr angefixt“. Sein Besuch in eben diesem Plattenladen hatte auch einen anderen Hintergrund: „Verkäufer war Manfred ‚Eia‘ Kremer, Fußballer beim WSV. Und da es damals nur zwei Plattenläden in Wuppertal gab, fiel mir die Wahl des Geschäftes leicht.“

Im Elternhaus von Bernhard Hoppe, der von seinen Freunden nur „Bernd“ genannt wird, wurde nicht viel Musik gehört. „Erst als meine Schwester, die drei Jahre älter ist als ich, ein Kofferradio geschenkt bekam, hörte ich aus ihrem Zimmer Musikfetzen. Erst später bekam ich selbst so ein Gerät, sparte auf einen Radiorekorder und nahm fortan die Radiosendungen auf. Mel Sondock und so. Die Zeiten haben sich insbesondere auf das Musikhören bezogen schon radikal verändert“, spielt Hoppe auf die Streamingdienste an.

In früheren Jahren war Bernd Hoppe kein großer Konzertgänger. Erst als seine drei Töchter erwachsener wurden und ihn mit zu Rockpalast-Konzerten schleppten, entwickelte er eine vorsichtige Konzertkultur. „Du musst der Mama auch mal was Musikalisches bieten, haben meine Töchter gesagt. Also mit der ganzen Familie zu Bap oder Sting. Auch zu den Fantastischen Vier.“

Im Arnsberger Wald sah er gemeinsam mit Frau Martina Peter Fox, Frontmann der Band Seeed. Aber am meisten beeindruckt hat ihn Miss Platnum, eine aus Rumänien stammende Musikerin, die das Vorprogramm bestritt und dem zahlreich erschienen Publikum sehr gut die Zeit bis zum späten Peter-Fox-Auftritt vertrieb. „Das war schon klasse von der Sängerin“, urteilt Hoppe. „Die hätte mehr Aufmerksamkeit verdient.“

Keine Aufmerksamkeit verdient hat in seinen Ohren Heavy Metal oder noch härtere Gangarten der Musik. „Ich habe über Jahre die Remscheider Band ‚Dickes Gebäude‘ betreut und unterstützt. Die haben mal für mich als Organisator des 24-Stunden-Laufs ein Stück komponiert, das schon in diese Metal-Ecke ging. Das war dann auch genug.“

Im Allgemeinen hört der seit 1994 in Remscheid lebende Hoppe viele unterschiedliche Musik, ohne sich auf einen Interpreten festzulegen. „Ich habe Musik gerne um mich herum, aber nicht konzentriert. Im Auto, in meiner Garage, die zum ‚Vereinsheim‘ umgebaut worden ist, da läuft oft und gerne Musik. Das Radio kann ich immer ausschalten, wenn ich will.“

Zur Person

Bernhard Hoppe ist 1962 in Wuppertal geboren und wuchs in Cronenberg auf. Er ist seit kurzem 1. Vorsitzender des Heimatbunds in Lüttringhausen. Der ehemalige Versicherungskaufmann ist leidenschaftlicher Anhänger von Borussia Dortmund. Musik konsumiert er heutzutage fast nur aus dem Radio.

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