Das brennt den Bürgern auf den Nägeln

Bundestagswahl: Remscheider vermissen Politiker mit klarer Kante

Am 26. September ist Bundestagswahl. Die Wermelskirchener können aber schon ab 30. August wählen: im Direktwahlbüro. Foto: Roland Keusch
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Am 26. September ist Bundestagswahl.
  • Axel Richter
    VonAxel Richter
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Wovon machen die Remscheider abhängig, welchem Direktkandidaten sie am Wahltag ihre Erststimme und welcher Partei sie ihre Zweitstimme geben? Der RGA hat sie gefragt.

Remscheid. Jürgen Hardt (CDU), Ingo Schäfer (SPD), Dr. Robert Weindl (FDP), Silvia Vaeckenstedt (Grüne), Mohamad Vaisi (Linke) und Frederick Kühne (AfD). So heißen die Direktkandidaten der Parteien, die bereits heute im Deutschen Bundestag vertreten sind. Sie und andere Bewerber können die Wählerinnen und Wähler in Remscheid am 26. September mit ihrer Erststimme in den neuen Bundestag wählen.

Der RGA sprach mit ihnen: über Klimaschutz, Steuergerechtigkeit, Digitalisierung, Wohnungsbau, ihren Wahlkreis und natürlich über mögliche Koalitionen. Dazu treffen wir die Politiker zum Streitgespräch. Veröffentlicht wird es als Podcast auf RGA.de und natürlich in gedruckter Form in der Zeitung.

Welche Themen aber brennen den Menschen noch auf den Nägeln? Wovon machen sie abhängig, welchem Direktkandidaten sie am Wahltag ihre Erststimme und welcher Partei sie ihre Zweitstimme geben? Und welche Probleme sollen sie im neuen Deutschen Bundestag als erstes angehen? Der RGA hat sie gefragt. Die Handballerinnen und Handballer des Lüttringhauser Turnvereins, Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Technik, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinderschutzbundes und die Sänger des Lüttringhauser Männerchores. Viele von ihnen sind noch unentschlossen und wollen sich erst kurz vor der Stimmabgabe entscheiden. Die Zeit der Stammwähler aber, so hat es den Anschein, ist allerdings ohnehin vorbei.

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Vermisst werden: Politikerinnen und Politiker mit Ecken und Kanten, die dem Wahlvolk gegenüber auch unangenehme Wahrheiten aussprechen. Dass die Bekämpfung der Pandemie viel Geld kostet, das von irgendwem bezahlt werden muss, zum Beispiel. Auf so etwas lassen sich diejenigen, die auf die Gunst der Wählerinnen und Wähler hoffen, nur ungern festlegen. Weil es Stimmen kosten kann.

Zu spüren ist die vorsichtige Zurückhaltung, die daraus folgt, auch in Remscheid. Zeigte sich Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) vor Wochen noch entschlossen, ein Impfmobil an die Berufsschulen zu entsenden, spielt die Idee aktuell keine Rolle mehr. Um keinen Gruppenzwang entstehen zu lassen, heißt es zur Erklärung aus dem Corona-Krisenstab. Das ist zumindest eine Abkehr von der bisherigen Praxis der aufsuchenden Impfung, mit der die Stadt gute Erfolge erzielt hat. Ob sie dem Wahlkampf geschuldet ist, oder ob sie ebenso erfolgt wäre, wenn die Parteien nicht um jede Stimme kämpfen müssten, darf hinterfragt werden. Falsch ist sie auf jeden Fall.

„Mut in der Politik“, heißt eine Forderung, die die Gesprächspartner des RGA vor der Bundestagswahl von den Parteien und ihren Kandidaten vor Ort erwarten. „Das wäre mal ein Alleinstellungsmerkmal“, sagt einer. „Da könnte ich sogar zum Stammwähler werden.“

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