Theodorstraße 8

Das bietet die neue Frauenberatungsstelle in Remscheid

Freuen sich, dass die Indigo - Frauenberatungsstelle Remscheid in der Theodorstraße 8 weitergeführt wird: (v. l.) Gleichstellungsbeauftragte Christel Steylaers, Stefanie Maurer, Linda Anscheit, Nelly Schminkel (vorn), Magdalena Weber, Nicole Potenza (SkF).
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Freuen sich, dass die Indigo - Frauenberatungsstelle Remscheid in der Theodorstraße 8 weitergeführt wird: (v. l.) Gleichstellungsbeauftragte Christel Steylaers, Stefanie Maurer, Linda Anscheit, Nelly Schminkel (vorn), Magdalena Weber, Nicole Potenza (SkF).
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Hilfe bei häuslicher und sexualisierter Gewalt sowie bei allem, was Frauen bewegt.

Remscheid. Die eine wurde von ihrem Mann geschlagen und kann nun nicht mehr nach Hause. Eine andere überlegt sogar, ihren Peiniger anzuzeigen. Wiederum eine andere Frau möchte sich als lesbisch outen, weiß aber nicht recht, wie. Bei all diesen und weiteren Anliegen berät das Team der Indigo - Frauenberatungsstelle Remscheid des Sozialdienstes katholischer Frauen Bergisch Land (SkF) in der Theodorstraße 8 alle Mädchen und Frauen ab 16 Jahren kostenfrei. Auf Wunsch auch anonym, aber immer vertraulich. Zudem unabhängig von Herkunft, Religion oder Sexualität.

Am 1. Januar hat der SkF die Allgemeine Frauenberatung in Remscheid vom Verein Frauenberatung von Petra Hafele aus Lennep übernommen und mit der bereits bestehenden Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt – Indigo - unter einem Dach vereint. Darüber freut sich auch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Christel Steylaers. „Eine gute Beratungs- und Hilfestruktur ist für eine Kommune extrem wichtig. Der Staat hat die Aufgabe, Frauen zu schützen. Ich freue mich, dass es gelungen ist, das System in Remscheid hier weiterzuführen und hoffe, dass die Stadt Remscheid dies auch honoriert.“ Bedeutet: Ein höherer kommunaler Zuschuss für das gewachsene Team wäre hilfreich. Auch das Land fördert die vier 0,75-Stellen des neuen Teams.

Beratungsangebote: Die Beratungsstelle deckt drei große Bereiche ab: sexualisierte Gewalt wie Belästigung, Missbrauch und Vergewaltigung, häusliche Gewalt, die sich vor allem in Beziehungen in den eigenen vier Wänden abspielt, und die allgemeine frauenspezifische Beratung. Das können eine Lebenskrise, Scheidung, Schwierigkeiten im Job, mit der Familie oder Fragen zur eigenen Identität sein.

Neu: Beratung zu queeren Themen und Comingout. „Sie richtet sich nicht nur an Betroffene, sondern auch an die Familie“, sagt die systemische integrative Beraterin Linda Anscheit, die selbst queer ist, und hofft, das Thema aus der Tabuzone herauszuholen.

Neben ihr beraten Sozialarbeiterin Nelly Schminkel und die Fachberaterin für Psychotraumatologie Nicole Potenza, die bereits vorher bei Indigo waren, sowie Sozialpädagogin Stefanie Maurer, die 25 Jahre bei Gericht gearbeitet hat und nun bei Indigo psychosoziale Prozessbegleitung anbietet. Sie gibt Infos zur Strafanzeige und zum Verfahrensablauf und besucht auch schon mal mit einer Betroffenen einen Gerichtssaal. „Bis ein rechtskräftiges Urteil steht, kann es bis zu drei Jahre dauern. Darüber müssen die Frauen aufgeklärt werden“ , sagt sie. Seit März hat sie schon zwei Frauen begleitet. Sie bespricht jedoch nicht das Tatgeschehen – dafür sind die Kolleginnen da – und gibt auch keine rechtliche Beratung. „Das ist für viele entlastend.“

Gruppe: Am Mittwoch, 28. September, startet von 10 bis 11.30 Uhr eine neue Stabilisierungsgruppe für geflüchtete Frauen aus der Ukraine.

Kontakt:Die Indigo - Frauenberatungsstelle, Theodorstraße 8, ist unter Tel. 69 66 00 erreichbar. Indigo bietet zudem eine Online-Beratung über eine datensichere Plattform:

https://beratung.caritas.de/regionale-angebote/registration?aid=2113

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