Ehrenamt

Das Aus für „Die Brücke“ ist zugleich ein Neuanfang

Für Florian Schäfer (v.l.), Ralf Noll, Martin Rogalla und Christa Hellmann ist das Ende der „Brücke“ das Signal für einen Neuanfang.Foto: Roland Keusch
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Für Florian Schäfer (v.l.), Ralf Noll, Martin Rogalla und Christa Hellmann ist das Ende der „Brücke“ das Signal für einen Neuanfang.

Künftige Ehrenamtszentrale soll breiter aufgestellt werden und passgenaue Angebote machen.

Von Sabine Naber

Remscheid. Einmütig hat die Mitgliederversammlung der Ehrenamtszentrale „Die Brücke beschlossen, den Verein aufzulösen. Allerdings nicht, weil kein Bedarf mehr vorhanden wäre, sondern um etwas Besseres zu schaffen.

„Schon vor der Corona-Pandemie haben wir neue Wege gesucht. Denn sowohl der Vorstand als auch die Strukturen sind seit Gründung des Vereins vor 14 Jahren älter geworden. Und uns ist klar geworden, dass es zukünftig ohne eine hauptamtliche Leiterin, einen Leiter zukünftig nicht mehr funktionieren wird. Auch die Digitalisierung muss unbedingt dazu kommen.“ Das machte Pfarrer Martin Rogalla, Gründungsmitglied der Brücke, gestern Nachmittag bei einem Treffen im Gemeindesaal der Evangelischen Stadtkirchengemeinde deutlich.

Inzwischen habe man Gespräche mit den Wohlfahrtsverbänden geführt und erkannt, dass auch die Stadt mit ins Boot geholt werden sollte. Man habe auch mit dem Oberbürgermeister gesprochen und es sei schnell klar geworden, dass ein Hauptamt dazu kommen müsse. „Nicht zuletzt, weil wir nicht wie bisher ausschließlich im sozialen Bereich tätig sein wollen, sondern jetzt auch Sport- und Kulturvereine dazu nehmen wollen“, erklärt Florian Schäfer als Mitglied der Freien Wohlfahrtspflege.

Am 26. März werden unter Federführung der Stadt, Vertreter der Institutionen zu einem Workshop eingeladen. „Das Interesse ist weiterhin da, allerdings soll unsere Arbeit zukunftsorientierter und digitalisierter werden“, fasst es Rogalla zusammen.

„Das Ehrenamt ist ein wichtiges Thema in Remscheid. Da muss so eine Ehrenamtszentrale verlässliche Strukturen haben und erreichbar sein“, betont Ralf Noll, der seit der Gründung dabei ist. Vor allem, weil man sich breiter aufstellen und passgenaue Angebote machen wolle.

Dass Bedarf und Bedürfnis für ehrenamtlichen Einsatz vorhanden sind, davon ist Rogalla überzeugt. „Nach Corona sicherlich verändert, aber die Stadt ist weise beraten, dort Geld zu investieren.“ Davon ist auch Ralf Noll überzeugt. „Wir haben durch die Corona-Pause Ehrenamtliche verloren, aber die Menschen warten darauf, dass es weitergeht.“ Ein kleines Startkapital sei aus dem aufgelösten Verein noch vorhanden. Und man sei guter Hoffnung, etwas Neues zu schaffen.

Das möchte auch Christa Hellmann, die im Vorstand der Brücke und als Beraterin tätig war. „Wir haben in den vergangenen Jahren viele Menschen vermittelt, die bis heute in ihrem Ehrenamt glücklich sind. Aber wegen Corona mussten wir schon vor 18 Monaten die Arbeit in unserem Büro an der Alten Bismarckstraße einstellen, weil es keine Möglichkeiten gab, die Räume vernünftig zu lüften.“ Vor kurzem habe es dort einen Wasserschaden gegeben, seitdem sind die Wände, der Teppichboden nass. Mit der Vereinsauflösung sind die Büroräume jetzt gekündigt worden.

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