Mein Blick auf die Woche

Meinung: Damit in Lennep nicht irgendwann einer das Licht ausknipst

axel.richter@rga.de
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Markus Kötter ist sich für nichts zu schade und geht auch dahin, wo´s wehtut. Kötter kümmert sich. Das wird der neue Lennep-Bürgermeister allerdings auch müssen, findet RGA-Lokalchef Axel Richter. Nach dem DOC-Debakel braucht Lennep keine Wolkenkuckucksheime, sondern belastbare Projekte für die Zukunft.

Kein Thema, so schien es, interessierte die Politiker in Remscheid in dieser Woche mehr als die Wahl eines neuen Bezirksbürgermeisters für Lennep. Es wurde Markus Kötter. Der CDU-Mann hatte das Amt schon einmal inne: von 2014 bis 2020.

Unumstritten und ausnahmslos beliebt war Kötter schon damals nicht. Denn der Lenneper, der auch Fraktionschef der CDU im Stadtrat ist, polarisiert. Das aber sprechen ihm auch seine politischen Gegner nicht ab: Markus Kötter ist sich für nichts zu schade und geht auch dahin, wo es wehtut. Kötter kümmert sich. Und genau das wird er müssen, denn nach der vor Gericht vereitelten Großchance, die das DOC für Lennep bedeutet hätte, sucht der Stadtteil nach einem neuen Zukunftsentwurf.

Die Idee des FC Remscheid trifft im Stadtteil nachvollziehbar auf viel Sympathie. Der Verein will das bald 100 Jahre alte Röntgen-Stadion vor dem Abriss bewahren und in eine moderne Anlage für Sport, Freizeit und Kultur verwandeln. Ein Stück Lenneper Identität bliebe damit bewahrt und die Vereine bekämen, was sie sich wünschen: eine Festhalle.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) hält die Millionen-Investition weder für bezahlbar noch für erforderlich. Das erklärte das Stadtoberhaupt auf Nachfrage des RGA bereits im Mai, nachdem der FCR seine Sanierungsidee öffentlich gemacht hatte.

„Die Reaktivierung und Modernisierung des Röntgen-Stadions kann nicht durch die öffentliche Hand finanziert werden“, ergänzte er nun auf eine Anfrage von Markus Kötters CDU-Fraktion und erklärte das Röntgen-Stadion mit Verweis auf andere moderne Sportstätten in Remscheid zugleich für verzichtbar.

Markus Kötter ist zu lange in der Politik, als dass er nicht selber wüsste, dass die chronisch klamme Stadt weder ein neues Stadion bauen noch den Grund und Boden für einen symbolischen Euro hergeben kann. Nun hat der FC Remscheid nie gefordert, dass die Stadt ihre Pläne bezahlt. Allerdings erklärte der Verein auch noch nicht, wer denn sonst das Geld dafür geben soll.

Es wird künftig auch die Aufgabe von Markus Kötter sein, realistische und belastbare Vorschläge für Lennep zu sammeln und politisch zu unterstützen. Denn das ist, was die Lenneperinnen und Lenneper nach dem DOC-Debakel von ihrem Bürgermeister erwarten: Konkrete Perspektiven für den Stadtteil, damit nicht irgendwann einer das Licht ausknipst.

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