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Sommerfest Löschzug Nord: Da werden Kinderträume wahr

Auch Michael, Jamie, Mats und Leonie Delany nutzten die Chance und fuhren mit der Drehleiter nach oben.
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Auch Michael, Jamie, Mats und Leonie Delany nutzten die Chance und fuhren mit der Drehleiter nach oben.

Der Löschzug Nord der Freiwilligen Feuerwehr hatte zum Sommerfest geladen

Von Monika Meurs

Remscheid Mit der Drehleiter in ungeahnte Höhen vorstoßen, mit dem Feuerwehr-Auto inklusive eingeschalteter Sirene lautstark durch die Straßen fahren – das ist ein Kindertraum. Der wurde jetzt bei der Feuerwehr Haddenbach, Löschzug Nord, wahr, die Freiwillige Feuerwehr hatte zum Sommerfest geladen.

Dabei brachten Aktionen der Jugendfeuerwehr vor allem den jüngeren Besuchern die Faszination Feuerwehrtechnik nahe. So eroberten begeisterte Kinder die Einsatzfahrzeuge, staunten über die Technik, und durften – natürlich behelmt - einsteigen, Apparaturen und Ausrüstung hautnah kennenlernen und alles erkunden.

Wohin man blickte, man sah nur völlig faszinierte Kinder. So auch bei der Drehleiter, die sonst Höhen bis 60 Meter erreichen kann. Das Fahrzeug war nicht nur vom Boden aus ein echter Hingucker, wer mutig genug war, durfte auch im Korb Platz nehmen - und den Festplatz aus gut 30 Metern Höhe bestaunen.

Auch Sascha Röber stieg mit seinem Sohn in den Korb. Er war von den Eindrücken mindestens genauso gefesselt wie sein Kind: „Es macht unglaublich viel Spaß, die Kinder hier so zu sehen.“ Bei allem Vergnügen bleibe aber auch die Aufklärung nicht außen vor. „Es ist ein ernstes Thema und ein Anliegen zugleich, wenn man schon in jungen Jahren eine Affinität zu den drei Grundprinzipien der Feuerwehr entwickelt: Retten, Bergen, Löschen. Und wenn mir mein Sohn bereits jetzt sagt, er möchte Leben retten, dann ist das großartig.“

Philipp (7) war wie viele andere aufgeregt, als es mit der Drehleiter in die Höhe ging. Aber er hatte ja den Papa an seiner Seite. Und natürlich die Feuerwehrleute, die sich neben ihrem eigentlichen Dienst auch bei solchen Aktionstagen ehrenamtlichen engagieren. Sie hatten den ganzen Tag über alle Hände voll zu tun: Mit viel Spaß und Enthusiasmus standen die Kameraden für Rat und Tat zur Verfügung. Bei Rundfahrten mit den Feuerwehr-Fahrzeugen, natürlich mit Blaulicht und Sirene, konnten die Kids ihre Träume leben. „Das war so toll. Ich will auch Feuerwehrmann werden“, war zum Beispiel Nick (8) Feuer und Flamme. Vor der Fahrt hatte er sich natürlich mit einem Helm ausgestattet. „Das muss halt so sein. Und außerdem sieht es cool aus.“

Daneben konnten sich die Kinder an verschiedenen Spiel-Stationen austoben und den „Ernstfall“ proben: Bei Wasserspielen galt es, sich im Zielen zu erproben, Geschicklichkeit zu beweisen. Und Mut, wie auch einen Blick für den anderen. Löscheinheitsführer Karsten Bergmann: „Darum geht es ursprünglich: Sich zu fokussieren im Falle eines Falles, aber andere und das ganze Umfeld nie aus dem Blick zu verlieren.“

Unter dem Strich zog Bergmann das Fazit: „Wir leben für unsere Berufung. Wenn wir das vorleben, was wir selber zu unserer eigenen Prämisse gemacht haben, dann wird unser Anliegen auch gehört und verstanden. Es geht in Fleisch und Blut über. Und wenn das Hobby dann zum Beruf wird, dann hat man doch alles richtig gemacht.“

Hintergrund

Bereits seit Ende der 1970er-Jahre gibt es in Remscheid Jugendfeuerwehren. Dort mitmachen kann man in der Regel ab 10 Jahren, mit 18 Jahren erfolgt dann der Übergang in die Freiwillige Feuerwehr. Neben dem Feuerwehr-Training besteht die Jugendarbeit bei den Nachwuchseinheiten zu mehr als der Hälfte aus Aktivitäten wie Ausflügen, Zeltlagern, Spieleabenden und Ähnlichem.

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