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Coworking für den schönsten Tag im Leben

Aus Latzhosen werden Hochzeitskleider: Patricia Pancic zeigt, wo das Hochzeitshaus NRW entstehen soll.
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Aus Latzhosen werden Hochzeitskleider: Patricia Pancic zeigt, wo das Hochzeitshaus NRW entstehen soll.

Zum 1. September startet das Hochzeitshaus NRW in Lüttringhausen.

Von Sven Schlickowey

So soll der Eingang zur Gertenbachpassage und damit zum Hochzeitshaus NRW aussehen.

Remscheid. Der Weg zum schönsten Tag des Lebens, er könnte in Zukunft für viele Brautpaare über die Lüttringhauser Gertenbachstraße führen. Im September startet in der Gertenbachpassage das Hochzeitshaus NRW, in dem sich zahlreiche Dienstleister rund um die Hochzeit zusammenfinden. „Wir legen zum 1. September los“, berichtet Patricia Pancic, die das Projekt koordiniert und den Brautleuten als Ansprechpartnerin dienen wird. „Und am 18. September veranstalten wir eine kleine Eröffnungsfeier.“

Die Idee zu dem Dienstleistungszentrum stammt von Radier Delgado, die in der Passage ein Geschäft für Braut- und Abendmode betreibt. Immer wieder sei Delgado von zukünftigen Bräuten nach Tipps für andere Dienstleister gefragt worden, sagt Patricia Pancic. So sei über die Jahre ein Netzwerk entstanden. Nachdem klar war, dass Berufsbekleidung Kotthaus die Gertenbachstraße verlässt und an die Remscheider Straße umzieht, seien die Pläne immer konkreter geworden. „Sie hat überlegt, wie man die freiwerdenden Räume nutzen kann, dass alle davon profitierten.“

Umbauarbeiten beginnen Mitte August

Inzwischen ist das Team fast komplett.„Wir suchen noch einen Fotografen, der zu uns passt“, sagt Patricia Pancic. Mit an Bord sind neben dem Brautmodengeschäft Froschkönigin und einem Nagelstudio, beide jetzt schon in der Gertenbachpassage, eine Visagistin, eine Friseurmeisterin, die sich auf Brautfrisuren spezialisiert hat, eine freie Hochzeitrednerin, ein Event-Veranstalter, der auch Kinderbetreuung anbiete, ein DJ aus Köln, ein Anbieter von Tischdeko und einer, der Brautsträuße, Haarschmuck und anderes aus Trockenblumen herstellt. „Das ist gerade total im Trend“, sagt Pancic über den haltbaren Blumenschmuck. Und passe mit seiner nachhaltigen Idee gut ins Gesamtkonzept. „Froschkönigin bietet ja auch Second-hand-Kleider an.“

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Das Angebot des Hochzeitshauses ist bewusst modular aufgebaut, jeder Dienstleister bleibt selbstständig, jedes Brautpaar kann entscheiden, welche Angebote es nutzt. „Wir können auch das Komplettprogramm anbieten“, sagt Patricia Pancic. Dann reiche es, wenn Braut und Bräutigam Termin und Budget nennen. „Aber natürlich kann auch jedes Angebot einzeln gebucht werden, immer das, was gerade gebraucht wird.“ Das unterscheide das Konzept vom klassischen Wedding Planner, der in der Regel die ganze Organisation an sich reiße.

Mitte August sollen die Umbauarbeiten in dem Ladenlokal beginnen. Wo bisher Latzhosen und Arbeitshandschuhe angeboten wurden, sollen zahlreiche Sitzgelegenheiten für Beratungsgespräche und Platz für verschiedene Ausstellungsstücke entstehen, gut strukturiert und in hellen, freundlichen Farben. Die verschiedenen Dienstleister könnten das Hochzeitshaus entweder wie ein Coworking-Space nutzen oder einen eigenen Bereich bekommen, sagt Pancic. Die Friseurin zum Beispiel habe dort einen eigenen Arbeitsplatz. So dass die Braut entscheiden kann, ob ihre Hochzeitsfrisur hier vor Ort oder lieber bei ihr zu Hause entstehen soll.

Eine Internetseite zum Hochzeitshaus befindet sich im Aufbau. Zudem seien Modenschauen, Messen und Workshops geplant, sagt Patricia Pancic. Und ein kleines Verkaufssortiment ausgefallener Artikel rund ums Thema Hochzeit. „Das können ganz besondere Kerzen oder Bilderrahmen sein, meinetwegen auch außergewöhnliche Gastgeschenke.“ Wer so etwas verkaufen möchte, könne sich gerne melde. „Das muss aber wirklich ausgefallen sein.“

Wer die Dienste des Hochzeitshaus oder einzelner Dienstleister in Anspruch nehmen will, dem empfiehlt Patricia Pancic, einen Gesprächstermin zu vereinbaren. So sei sichergestellt, dass ausreichend Zeit bleibe, um alles zu besprechen. Wer erstmal nur gucken will, ist zur Eröffnung eingeladen: Samstag, 18. September, von 10 bis 17 Uhr in der Gertenbachstraße 35.

Hintergrund

Die Zahl der Eheschließungen ist in Remscheid zuletzt deutlich zurückgegangen, wohl auch wegen der Einschränkungen durch Corona. So gab es im Januar und Februar zusammen gerade noch 29 Hochzeiten. Entsprechend gehen viele von einem Nachholeffekt in den kommenden Jahren.

Alle Teile der RGA-Stadtteilserie finden Sie hier.

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