Statistik

Coronavirus: Remscheid hat eine Impfquote von 68,3 Prozent

Seit über einem Jahr wird in Remscheid gegen das Coronavirus geimpft.
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Seit über einem Jahr wird in Remscheid gegen das Coronavirus geimpft.

In Remscheid wurden bisher weniger Menschen geimpft als in Solingen. Doch die Daten lassen keine Rückschlüsse auf die tatsächlich geimpften Remscheider zu.

Von Anja Kriskofski

Remscheid. Wie viele Menschen in Remscheid und Solingen sind gegen das Coronavirus geimpft? Laut Impfmonitoring der Kassenärztlichen Vereinigung wurden bislang 122 983 Erstimpfungen in der Klingenstadt durchgeführt, 121 814 Folge-Impfungen sowie 89 884 Booster. Angesichts einer Einwohnerzahl von rund 162 800 wäre das eine Impfquote von knapp 74,8 Prozent bei der Grundimmunisierung. 55,2 Prozent der Bevölkerung wäre demnach bereits geboostert. Doch so einfach ist es nicht. Denn erfasst wird im bundesweiten Impfmonitoring des Robert-Koch-Instituts stets der Ort der Impfung, nicht der Wohnort des Geimpften, wie die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein mitteilt.

„Die Zahl der Nicht-Solinger, die an Solinger Impfstandorten geimpft wurden, liegt uns nicht vor“, bestätigt Stadtsprecher Daniel Hadrys. „Da aber sicherlich auch Solingerinnen und Solinger in anderen Kommunen geimpft wurden, dürfte sich das nahezu aufheben.“

Im Vergleich zu Remscheid (rund 113 900 Einwohner) verzeichnet die Klingenstadt deutlich mehr Impfungen. In Remscheid wurden 77 757 Menschen grundimmunisiert, 53 633 geboostert. Das entspricht einer Quote von 68,3 Prozent (doppelte Impfung), beziehungsweise 47 Prozent bei der Auffrischimpfung.

Remscheid hat eine niedrigere Impfquote als Solingen

Warum die Impfquote in Solingen höher als in Remscheid liege, könne man nicht sagen, erklärt Hadrys. Er verweist auf die vier Impfstellen, die es aktuell im Stadtgebiet gibt. Mit sehr gutem Erfolg habe man auch die mobilen Impfaktionen angeboten, unter anderem bei McDonald’s in Wald. „Dies haben wir nur aufgrund der schlechter werdenden Witterungsverhältnisse eingestellt.“

Nach der Schließung des durch das Land verantworteten Impfzentrums im ehemaligen Kaufhof Ende September hatte die Stadt Solingen zunächst eine Impfstelle in den Clemens-Galerien eröffnet.

Dass die Erstimpfungen in Remscheid im Vergleich zu Solingen und zum NRW-Schnitt niedriger seien, stelle ihn nicht zufrieden, teilt Thomas Neuhaus, Leiter des Remscheider Covid-19-Krisenstabes, mit. Er führt jedoch ebenfalls an, dass die Zahlen nur die in Remscheid durchgeführten Impfungen aufweisen. „Da wir in Remscheid unsere Impfstellen ganz neu aufbauen mussten und daher erst rund drei Wochen später eröffnen konnten als viele umliegenden Kommunen, gehen wir davon aus, dass ein erheblicher Anteil an Remscheiderinnen und Remscheider sich in diesen drei Wochen in anderen Kommunen haben impfen lassen und dort als Impfung gezählt werden.“ Neuhaus vermutet, dass der Unterschied zu den Impfungen in Solingen und dem NRW-Durchschnitt hieraus resultiert. „Da mir hierüber aber keine genauen Zahlen vorliegen, kann ich dies nicht mit Sicherheit sagen.“

Die Stadt Remscheid verstärke ihre Anstrengungen zudem weiter. Es gebe vier Impfstellen mit einer maximalen wöchentlichen Kapazität von rund 4500 Impfungen. Eine fünfte startete in dieser Woche.

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus finden Sie in unserem Live-Blog.

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