Coronavirus

Bis zu 6000 zusätzliche Testungen jeden Monat

Lehrer und Erzieher können sich bald regelmäßig auf Corona testen lassen.
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Lehrer und Erzieher können sich bald regelmäßig auf Corona testen lassen.

Lehrer und Erzieher können sich bald regelmäßig auf Corona testen lassen.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Wenn in zwei Wochen die Ferien enden, kommt auf die Remscheider Ärzte jede Menge zusätzlicher Arbeit zu. Denn ab dem 3. August, so will es die Landesregierung, haben Mitarbeiter von Kindergärten und Schulen das Recht, sich alle 14 Tage auf Corona testen zu lassen. „Für Remscheid schätzen wir die Zahl dieser Personen auf 3000“, sagt Dr. Frank Neveling, Leiter des Gesundheitsamtes. Das wäre bis zu 6000 Tests zusätzlich jeden Monat.

Wie diese große Zahl an Testungen gehandhabt werden soll, stehe aber noch gar nicht fest, sagt Neveling. Wie schon so oft warten die Verantwortlichen bei der Stadt nämlich noch auf die entsprechenden Vorschriften des Landes. Das hatte unter anderem angekündigt, die Kosten der Tests zu tragen. „Aber was heißt das?“, fragt Neveling. „Werden nur die Tests selber bezahlt? Oder auch ein Honorar für den Arzt und einen Zuschuss für die Räume?“

Trotzdem habe man natürlich längst erste Gespräche aufgenommen, berichtet der Chef des Gesundheitsamtes, insbesondere mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Da die Lehrer und Erzieher „potenziell gesund“ seien, versuche man eine Vermischung mit den „potenziell Erkrankten“ im Testzentrum zu vermeiden. „Wir würden diese Personen gerne dezentral testen“, so Neveling. Dafür würden sich zum Beispiel die Hausarztpraxen anbieten: „Dann können die Menschen zu einem Arzt ihres Vertrauens gehen, der ihre gesamte Krankengeschichte kennt.“ Das müsse aber erst noch innerhalb der Ärzteschaft abgeklärt werden.

Egal wie, auf das Gesundheitsamt komme sicherlich ebenfalls zusätzliche Arbeit zu, vermutet Neveling. Wenn mehr Menschen getestet werden, neben Schul- und Kita-Mitarbeitern gilt das ja auch für Reiserückkehrer, steigt mutmaßlich auch die Zahl positiver Ergebnisse. Und die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes müssen jeden einzelnen Fall nachverfolgen. „Wenn nur drei der 6000 Tests positiv sind, haben wir drei Schulen oder Kitas, bei den wir schauen müssen, was wir mit der Einrichtung, der Klasse oder der Gruppe machen.“

Ziel aller Maßnahmen sei es immer, das Infektionsgeschehen so weit wie möglich einzudämmen, macht Dr. Frank Neveling deutlich: „Unser Hauptziel ist der Schutz der Bevölkerung.“

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