Gratis-Schnelltests für Bürger

Corona: Teststelle muss zugelassen sein

Test ist nicht gleich Test - wer einen Gratis-Bürgertest in Anspruch nehmen möchte, kann dies nur bei zugelassenen Anbietern tun. Sonst bleibt er auf den Kosten sitzen.
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Test ist nicht gleich Test - wer einen Gratis-Bürgertest in Anspruch nehmen möchte, kann dies nur bei zugelassenen Anbietern tun. Sonst bleibt er auf den Kosten sitzen.

Nachträgliche Kostenerstattungen gibt es nicht.

Remscheid. Seit dem 8. März haben die Bürger das Recht auf einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche. Doch damit verhält es sich ungefähr so wie mit dem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz: Gibt es keinen, hat der Anspruch keinen praktischen Nutzen. Wer sich ab dem 8. März in einer Teststelle hat testen lassen, bevor sie für die kostenfreie Bürgertestung zugelassen war, bleibt deshalb mit einiger Wahrscheinlichkeit auf den Kosten sitzen.

Ursula Hecker von der Wählergemeinschaft WiR ergeht es gerade so. Weil sie für einen Termin am 10. März einen negativen Corona-Schnelltest brauchte, ließ sie sich einen Tag zuvor am Testcontainer auf dem Schützenplatz testen. Sie zahlte 40 Euro. Ob und von wem sie das Geld zurückerhalten kann, erfuhr sie bislang von niemandem. Auch nicht von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), den sie ebenso wie den Remscheider Gesundheitsdezernenten Thomas Neuhaus (Grüne) angeschrieben hat. Dabei gehe es ihr nicht ums Geld: „Wenn man etwas verspricht, dann muss man es auch halten“, sagt die Kommunalpolitikerin.

Schnelltest: Anbieter müssen zertifiziert sein - Remscheid verweist ans Land NRW

Die Stadt sieht sich in diesem Fall dazu nicht in der Pflicht. „Die kostenlose Bürgertestung ist ein Angebot des Landes NRW“, erklärt Thomas Neuhaus, der auch Leiter des Corona-Krisenstabes ist. Die Stadt Remscheid übernahm für die Bürgertests lediglich Koordinationsaufgaben. „Die Finanzabwicklung der Teststellen erfolgt über die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein“, sagt Neuhaus: „Die Finanzierung erfolgt durch das Land NRW.“ Für eine nachträgliche Kostenerstattung sei deshalb „das Land oder der Dienstleister selbst der richtige Ansprechpartner“, erklärt Neuhaus.

Hoffnungen macht er der Kommunalpolitikerin nicht. „Das Corona-Testzentrum auf dem Schützenplatz war zu dem Zeitpunkt definitiv noch keine von der Stadt Remscheid im Auftrag des Landes zugelassene Teststelle für kostenfreie Bürgertestungen und hat sich nach meiner Kenntnis auch nicht als solche bezeichnet. Zudem wird ein Vertrag über eine normale Testung zwischen dem Anbieter und der Kundin zustande gekommen und die vereinbarte Vergütung bezahlt worden sein.“

Alle aktuellen Entwicklungen und eine Liste der Schnelltest-Anbieter finden Sie über unseren Live-Blog zur Corona-Pandemie in Remscheid.

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