Corona: Stadt und Ärzte bereiten sich auf Kinderimpfung vor

Sozialdezernent Thomas Neuhaus sieht Remscheid für den Schutz der 5- bis 11-Jährigen gut gerüstet

Von Frank Michalczak

Sozialdezernent Thomas Neuhaus sieht die Stadt Remscheid gut auf die bevorstehenden Corona-Impfungen für Mädchen und Jungen unter zwölf Jahren vorbereitet, wie er am Donnerstag im Stadtrat berichtete. Die meisten niedergelassenen Kinderärzte hätten ihm signalisiert, dass sie dazu bereit seien. „Allerdings haben wir noch nicht die vollständige Rückmeldung erhalten.“ In einem ersten Schritt seien erst einmal die jungen Patienten an der Reihe, die den Ärzten bereits bekannt sind. Das gelte auch für das Medizinische Versorgungszentrum mit den beiden Praxen an der Peter- und Gertenbachstraße. „Aber wir wollen dort auch schnell Impfangebote für alle Kinder ab fünf Jahren einrichten“, fügte Neuhaus im RGA-Gespräch hinzu.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt aktuell den Schutz für jene Mädchen und Jungen in dieser Altersgruppe, die unter einer Vorerkrankung leiden oder engen Kontakt zu Risikogruppen haben. „Die Erlasslage des Landes ermöglicht aber prinzipiell das Impfen für alle Kinder zwischen 5 und 11 Jahren“, so Neuhaus.

So werden die Eltern also abwägen müssen, ob sie ihren Nachwuchs mit dem Biontech-Wirkstoff schützen lassen wollen – oder nicht. Dazu werde es an den Anlaufstellen entsprechende Beratungsgespräche geben. „Aus heutiger Sicht kann ich überhaupt noch nicht abschätzen, wie hoch der Bedarf sein wird“, erklärte Neuhaus im Stadtrat. Dieser werde aber nach Möglichkeit abgedeckt.

Dazu sollen mittelfristig auch die öffentlichen Impfstellen ihren Beitrag leisten: „Es wird dafür Tage mit und auch ohne Terminvereinbarung geben“, kündigte Neuhaus an. Bereits an den Start gegangen ist die städtische Impfstelle im Medizinischen Zentrum Süd. Im Gesundheitsamt an der Hastener Straße soll der Startschuss nach neuem Stand in einigen Wochen erfolgen. Weitere Impfstellen sollen zeitnah am Sana-Klinikum und an der Stiftung Tannenhof eingerichtet werden. Und noch ein weiterer Anlaufpunkt soll hinzukommen, wie Neuhaus im Rat berichtete: In der Praxis 365 Grad an der Elberfelder Straße.

173 Mädchen und Jungen binnen 14 Tagen positiv getestet

Wie ausgeprägt das Infektionsgeschehen an den Remscheider Schulen ist, belegt diese Zahl: Zwischen 25. November und 7. Dezember seien 173 Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 18 Jahren positiv getestet worden. In der Folge mussten 18 Klassen mit individuellen Quarantäneanordnungen nach Hause geschickt werden. Dies erfolgt nun durch eine sogenannte Allgemeinverfügung. „Bislang hat jeder einzelne Betroffene vom Gesundheitsamt einen Brief bekommen. Nun veröffentlichen wir dies in einem Sonderamtsblatt. Das erspart uns jede Menge Arbeit, was in der jetzigen Situation nötig ist“, erläuterte Neuhaus. Aber natürlich würden die Kommunikationswege innerhalb der Schulen gewahrt. Die Schüler erfahren zeitnah, was im Falle des Quarantäne-Falles auf sie zukommt.

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