Nach Sitzung bei der Kanzlerin in Berlin

Stadt muss Sperrstunde und Alkoholverkauf neu regeln

Für Kneipen werden sich die Regeln wohl ändern.
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Für Kneipen werden sich die Regeln wohl ändern.

Heute veröffentlicht die Stadt neue Regeln im Kampf gegen Corona

Von Axel Richter

Remscheid. Dass Remscheid die Grenze zum Risikogebiet absehbar wieder überschreitet, ist nicht nur nicht ausgeschlossen, sondern gilt als wahrscheinlich. Spätestens dann müssen die Wirte und Kneipengäste mit einer neuen Sperrstunde rechnen. Sie soll wie in allen Hotspots ab 23 Uhr gelten. Darauf einigten sich am Mittwochabend (14.10.) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder.

Die Sitzung in Berlin traf auf das besondere Interesse des Remscheider Krisenstabes. Der hatte schon vor der Sitzung in Berlin eine neue Allgemeinverfügung in Arbeit, die die bisherigen Verhaltensregeln im Kampf gegen Corona ablösen sollte. Die Verhandlungsergebnisse aus Berlin werden darin nun einfließen. Statt am Mittwoch (14.10.), werden die neuen Vorschriften deshalb erst am Donnerstag, 15. Oktober, von der Stadt veröffentlicht.

Nur ein Infektionsfall: Die Heime haben Sars-CoV-2 im Griff

Klar ist: Steigt in Remscheid die Zahl der Infektionen auf 100 000 Einwohner binnen einer Woche wieder auf 50 und mehr, so muss die Stadt in die Öffnungszeiten von Gaststätten und in den Verkauf von Alkohol an Kiosken oder Tankstellen eingreifen. Derzeit hat Remscheid eine denkbar kurze Sperrstunde. Sie reicht von 5 bis 6 Uhr morgens.

Am Mittwoch stieg die Zahl der insgesamt positiv auf das Coronavirus getesteten Remscheider auf 640. Das sind 12 mehr als am Vortag. Allerdings nahm auch die Zahl der Genesenen zu - um 26 auf 525. Die Zahl der mit Covid-19 Verstorbenen liegt seit dem 5. September unverändert bei 19.

Die Tests in den Altenheimen sind unterdessen abgeschlossen. Danach haben die Heime die Lage im Griff. Nur ein Test fiel positiv aus. Ab heute widmet sich das Gesundheitsamt den 40 ambulanten Pflegediensten – das heißt ihren Mitarbeitern und Klienten. Dazu werden die Pflegekräfte von Abstrichteams begleitet. Zwei Teams stellt die Bundeswehr mit eigenen Fahrzeugen, zwei weitere Teams bestehen aus Mitarbeitern des Gesundheitsamtes. Sie kommen in Schutzanzüge. Die Stadt warnt vor Panik: „Das Tragen des Vollschutzes hat nichts mit einem möglicherweise gesteigerten Ansteckungsrisiko bestimmter Personen zu tun.“

Veränderungen gibt es auch am Test-Container auf der Alleestraße. Dort hat der Andrang nach Beginn der Herbstferien nachgelassen. Allerdings rechnet die Stadt zum Wochenende wieder mit einer höheren Frequenz. Um die Anlieger zu entlasten, sollen der Wartebereich erweitert und der Eingang hinter den Container verlegt werden.

Aktuelle Corona-Fallzahlen der Stadt Remscheid und alle weiteren Infos lesen Sie in unserem Live-Blog.

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