Seit Januar: Entsorgung von illegalen Abfällen verschärft

Container verkommen zur Müllhalde

Vergleichsweise harmlos: Der Containerstandort Lenneper Straße quillt besonders häufig über vor Müll.
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Vergleichsweise harmlos: Der Containerstandort Lenneper Straße quillt besonders häufig über vor Müll.
  • Axel Richter
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TBR vertrauen auf eigene Detektive.

Von Axel Richter

Remscheid. Leute, die ihren Unrat an den Sammelcontainern für Glas, Papier und Altkleider abkippen, ärgern die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) schon lange. Seit Januar dieses Jahres hat die illegale Entsorgung jedoch noch mal deutlich zugenommen. Am heutigen Dienstag beschäftigen sich deshalb die Politiker damit. Denn auch die Bürger sind verärgert, wenn sie mit ihrem Altpapier an den Sammelstellen in einer Müllhalde stehen. Davon zeugen viele Beschwerden, die bei den Männern in Orange eingehen. Dabei können die am wenigsten dafür.

Mit einem Sperrmüllfahrzeug sind die Entsorger der TBR auch heute wieder unterwegs, um die Hinterlassenschaften der Pfingstfeiertage abzuräumen. Auch in der Woche fahren sie die Hotspots ab, um dem Müll eine Abfuhr zu erteilen, den andere, dem Anschein nach zum Teil gewerbsmäßige Verursacher, dort hinterlassen. Das ist teuer. Mit mehr als 700 Euro schlägt sich die Reinigung im Haushalt der TBR nieder - pro Standort.
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Davon gibt es 162 in Remscheid. In 851 Containern können die Bürgerinnen und Bürger Papier, Glas und Altkleider abliefern. Dabei landet jedoch regelmäßig nicht nur Verpackungsmüll neben den Behältern. „Zuletzt hat einer versucht, eine alte Matratze zu den Altkleidern zu stopfen“, berichtet TBR-Chef Michael Zirngiebl. „Dabei wusste der genau, dass eine Matratze kein Kleidungsstück ist.“

Was er tun kann? Der Chefentsorger hat mittlerweile eigene Mülldetektive im Einsatz: Mitarbeiter aus eigenen Reihen, die aufgrund von Krankheit derzeit nicht anders einsetzbar sind. Sie sollen die Verursacher mit der Fotokamera festhalten und damit gewissermaßen auf frischer Tat ertappen. Auf keinen Fall sollen sie gegen die Müllsünder einschreiten. „Ich will nicht, dass am Ende noch jemand verletzt wird.“

Hier schützt der Staat eindeutig die Falschen.

Michael Zirngiebl, TBR

Anders sei den Verursachern jedoch nicht beizukommen. „Selbst wenn die Kollegen im Müll eine Adresse findent, hilft uns das nicht“, sagt Zirngiebl: „Dann fragt der Richter sie nämlich: Und wie wollen sie beweisen, dass der Müll demjenigen nicht geklaut wurde?“

Am liebsten hätte der TBR-Chef eine Videoüberwachung der Standorte. Da aber haben die Datenschützer etwas gegen. „Um es klar zu sagen: Hier schützt der Staat eindeutig die Falschen“, sagt Zirngiebl. Appelle auch in mehreren Sprachen? „Vergessen Sie es“, sagt Zirngiebl.

Das einzige, was zuletzt geholfen habe, sei eine Umzäunung. „Dann können die wenigstens nicht mit dem Lkw dranfahren.“ Für einen Zaun ist jedoch nicht jeder Standort geeignet. Unter den häufig vermüllten Containern in der Lenneper Straße liegen zum Beispiel Kabel im Boden.

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