Bühne

Comedian erzählt aus seinem Single-Leben

Jens Heinrich Claassen unterhielt das Schatzkisten-Publikum bestens mit Geschichten aus seinem Single-Dasein. Foto: Roland Keusch
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Jens Heinrich Claassen unterhielt das Schatzkisten-Publikum bestens mit Geschichten aus seinem Single-Dasein.

Jens Heinrich Claassen in der Schatzkiste.

Von Peter Klohs

Am Donnerstagabend war der Comedian Jens Heinrich Claassen bereits zum dritten Mal Gast in der Schatzkiste an der Elberfelder Straße. Er ist, spätestens nach seinem Remscheider Gastspiel mit dem vorigen Programm „Ich komm schon klar“, ein gerngesehener Gast auf der privaten Kleinkunstbühne von Dr. Volker Schatz.

Claassen gibt den zwar reichen („Mein Maybach wartet draußen.“), aber unglücklichen Mittvierziger, der zwar an seinem Single-Dasein nichts Gutes findet, darüber aber zur Freude des Publikums selbstironische Geschichten, Pointen und Lieder gestaltet. Schon sein Outfit mit einer Sesamstraßen-Figur auf dem T-Shirt sagt genug über die tragikomische Figur aus, die in gut neunzig Minuten aus ihrem Leben erzählt und dabei auch die Gäste einbezieht.

Claassen erzählt, dass er unglaublich schwitze. „Ich schwitze so stark“, sagt er, „dass ich im Winter hinter mir streuen muss.“ Er singt eine Ballade („Völlig unter der Gürtellinie.“) über gemeinsame Darmspiegelungen, schiebt Gedanken über Buchstabensuppen in der Badewanne hinterher und besingt die schönsten Bahnstrecken Deutschlands inklusive Rateblock für die Gäste der Schatzkiste.

Nach der Pause ist er leider immer noch Single, singt dafür aber seine drei liebsten Liebeslieder: Lena, Sweet Caroline und Mandy, deren Refrains er hernach ins Böse umdichtet („Frauen stehen auf Arschlöcher.“), unter großer Heiterkeit im Publikum. Einzig ruhiger Programmpunkt ist die doppelbödige Ballade „Ich will Künstler sein“.

Der offizielle Teil des Programms endet mit der Frage, was denn wohl die „richtig großen Stars“ während Corona machen? Sehr gelungen dabei die Parodie Claassens auf Herbert Grönemeyer. In der Zugabe beweist der Komiker, dass er sich, wie behauptet, sehr gut Zahlen merken kann und besingt die Kreiszahl Pi bis auf die 115. Nachkommastelle.

Das für diesen Abend aus der Trübnis des 24. Februar getragene Publikum wird vom Hausherren mit einem Altweibergeschenk verabschiedet. Dr. Volker Schatz wird seine Schatzkiste in diesem Jahr vierzehntäglich jeweils an den Donnerstagabenden öffnen. Er plant, ab Weihnachten 2022 mit einem hauseigenen Ensemble aufzutreten. Am Donnerstag, 10. März, wird die aus Lemgo stammende Kabarettistin Dagmar Schönleber mit ihrem aktualisierten Programm „Respekt“ in der Schatzkiste gastieren. Karten kann man online buchen.

Schatzkiste.org

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