Kreissynode

Christen haben ihre Wurzeln im Judentum

Herbsttagung der Kreissynode im Johannes-Schmiesing-Haus in Hasten Foto: Katrin Volk
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Herbsttagung der Kreissynode im Johannes-Schmiesing-Haus in Hasten

Kreissynode beschäftigte sich mit Klimaneutralität und Verbundenheit zweier Religionen

Remscheid. Auf der Herbsttagung der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Lennep stand das Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ im Mittelpunkt. Im Johannes-Schmiesing-Haus wurden die Christen daran erinnert, dass sie ihre Wurzeln im Judentum haben. „Wir stehen mit unseren jüdischen Geschwistern in einer Weg- und Hoffnungsgemeinschaft“, mahnte Superintendentin Pfarrerin Antje Menn in ihrem Auftaktbericht vor den etwas mehr als 90 Teilnehmern der Synode, die per Zoom zugeschaltet oder persönlich gekommen waren, um gemeinsam über die kreiskirchliche Arbeit der nächsten Jahre zu entscheiden.

Der Evangelische Kirchenkreis Lennep wird von der Kreissynode geleitet, die aus mehr als 100 Vertreterinnen und Vertretern der 16 Kirchengemeinden im Kirchenkreis besteht. Außerdem gibt es Fachvertreter, die ihre Kenntnisse aus verschiedenen Fachgebieten vom Umweltschutz bis zur Kirchenmusik einbringen. Bei den beiden jährlichen Tagungen der Kreissynode beschließen die Vertreter die „Eckpfeiler“ kreiskirchlicher Arbeit und den Haushalt.

Zum Auftakt wies Landeskirchenrat Markus Schaefer daraufhin, dass der Kirchenkreis Lennep mit seinem Themenjahr „Kirche für Klima – Schöpfung bewahren“ einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung des Ziels der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) leistet, wonach die Gliedkirchen der EKD bis 2035 klimaneutral und dieses verbindliche Ziel für alle Landeskirchen über eine „Roadmap“ mit jährlich zu überprüfendem Etappenziel erreicht werden soll.

Dr. Volker Haarmann, der neben evangelischer Theologie auch jüdische Studien in Jerusalem absolviert hat, stellte den Kreissynodalen die Kampagne „#beziehungsweise – jüdisch und christlich: näher als du denkst“ vor. „Sie möchte anregen“, so Haarmann, „die enge Verbundenheit des Christentums mit dem Judentum wahrzunehmen.“

Gerade im Blick auf die Feste werde die Verwurzelung des Christentums im Judentum deutlich. Mit dem Stichwort „beziehungsweise“ solle der Blick auf die aktuell gelebte jüdische Praxis in ihrer vielfältigen Ausprägung gelenkt werden, warb er für die eingehendere Beschäftigung mit dem zur Verfügung gestellten Material.

Abschließend zog Themenjahr-Koordinatorin Pfarrerin Annette Cersovsky nach elf Veranstaltungen ein erstes positives Fazit. „Auf diesem Gebiet haben wir mit dem Themenjahr angefangen, den Worten Taten folgen zu lassen.“ Cersovsky versprach, dass „Kirche für Klima – Schöpfung bewahren“ nach dem Themenjahr unter dem Dach des Kirchenkreises fest verankert werden soll. AWe

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