Für die Ukraine

Benefizkonzert: Chöre ersingen 13.033 Euro

Der Lüttringhauser Frauenchor begeisterte beim Benefizkonzert mit „Adiemus“ des Komponisten Karl Jenkins. Foto: Michael Sieber
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Der Lüttringhauser Frauenchor begeisterte beim Benefizkonzert mit „Adiemus“ des Komponisten Karl Jenkins.

Benefizkonzert für die Ukraine am Sonntag im Theater war ein voller Erfolg.

Von Peter Klohs und Melissa Wienzek

Remscheid. Kantor Peter Bonzelet ist überwältigt. Das große Benefizkonzert am Sonntag im Teo Otto Theater für die Ukraine brachte 13.033 Euro ein. „Es waren 8400 Euro durch die verkauften Karten – und dann wurde hinterher noch gesammelt. Ein einzelner Mann hat sogar 2850 Euro ins Körbchen gelegt“, ist der Organisator glücklich. Das Geld soll nun auf drei Hilfsprojekte aufgeteilt werden – in Remscheid und in der Ukraine.

Neun Remscheider Chöre sangen am Sonntag für den Frieden, es war eine große Gala im Teo Otto Theater. Die Gesamtleitung des Benefizkonzertes oblag Musikdirektor Peter Bonzelet selbst. Die Schirmherrschaft hatte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz übernommen. Thorsten Kabitz von Radio RSG moderierte die mehrstündige Veranstaltung und sorgte von Beginn an für anhaltenden Enthusiasmus. Als Veranstalter fungierte der vom Organisator dirigierte Remscheider Männerchor Germania in Zusammenarbeit mit der Stadt Remscheid.

Ukraine-Krieg: So können Sie jetzt helfen

Einige Chorleiterinnen und Chorleiter begleiteten ihre Ensembles selbst auf dem Flügel, in anderen Fällen spielte Markus Wentz zur Unterstützung der Chöre. Die Umbaupausen zwischen den Chor-Auftritten gestalteten sich dank der reibungslosen Tätigkeit der Bühnenarbeiter extrem kurz. Insgesamt erklangen für die mehr als 400 Besucher im Teo Otto Theater annäherend 30 Lieder, von denen einige hervorstachen. Wer hat schon einmal eine A-cappella-Version des Coldplay-Hits „Viva la vida“ gehört? Das Voicemble, von Astrid Ruckebier geleitet, erledigte diese anspruchsvolle Aufgabe erstklassig.

Der Lüttringhauser Frauenchor unter Petra Rützenhoff-Berg glänzte mit „Adiemus“ des ehemaligen Jazzmusikers Karl Jenkins. Die klassische Chorliteratur bediente der Lüttringhauser Männerchor, der von Jürgen Harder geleitet wird, mit „Ein Traum von Glück“ von Johannes Brahms. Dem Frauenchor Remscheid mit ihrer Leiterin Claudia Rübben-Laux gelang eine schmissige Version des Milva-Klassikers „Hurra, wir leben noch“. Und vor der Pause bewies der Frauenchor Ehringhausen, angeleitet von Elisabeth Rieger und auch optisch mit den blau-gelben Schals der Sängerinnen ein Zeichen setzend, mit „Salve Regina“ seine Klasse.

Zum Abschluss erklang „We are the world“

Nach der Pause bestachen der Kinder- und der Jugendchor der Remscheider Musikschule mit dem aus Israel stammenden Lied „Shalom aleichem“. Besonders berührend: Der Kinderchor und der Männerchor Germania sangen gemeinsam Udo Lindenbergs Antikriegshymne „Wir ziehen in den Frieden“. Der Solo-Beitrag des Germania-Chores war stark geprägt von Musik der deutschen Gruppe Santiano. Der extra für diesen Nachmittag gegründete Projektchor „Ukraine“ hatte sich drei passende Stücke ausgesucht: Leonard Cohens „Halleluja“, gefolgt von Musik aus dem Jahr 1930: „Ein Freund, ein guter Freund“. Der Projektchor verabschiedete sich mit Abbas „I have a dream“ von den begeisterten Besuchern des Teo Otto Theaters.

Der Kinder- und Jugendchor „Voices“ der Musik- und Kunstschule Remscheid fiel unter der Leitung von Astrid Ruckebier besonders auf. Die jungen Sängerinnen und Sänger waren als einzige unter den neun Chören solistisch tätig, was im Publikum für Begeisterungsstürme sorgte.

Zum Abschluss kamen alle Sängerinnen und Sänger noch einmal auf der Bühne zusammen, um „We are the world“ zu singen, das 1985 erschienene Lied, das Lionel Richie und Michael Jackson für das Projekt „USA for Africa“ geschrieben hatten. Ein Moment, der für Gänsehaut sorgte.

Standing Ovation

Der Applaus für alle beteiligten Remscheider Chöre an dem Benefizkonzert der neun Remscheider Chöre war langanhaltend, Standing Ovations zum Abschluss waren ihnen garantiert.

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