Politik

CDU nominiert Jürgen Hardt mit 93,1 Prozent

Tochter Luisa und Frau Claudia gratulierten Jürgen Hardt zum guten Ergebnis.
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Tochter Luisa und Frau Claudia gratulierten Jürgen Hardt zum guten Ergebnis.

Bergische Christdemokraten setzen auf den amtierenden Bundestagsabgeordneten.

Von Andreas Tews

Die Christdemokraten von Solingen, Remscheid und Wuppertal-Süd stehen fast geschlossen hinter dem amtierenden Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt. Bei der Wahlkreisversammlung am Samstagvormittag in der Alten Schlossfabrik in Burg nominierten ihn die 58 anwesenden Delegierten der CDU-Ortsvereine mit 93,1 Prozent der Stimmen. Das ist Hardts bestes Ergebnis seiner bisherigen Nominierungsparteitage.

Der 57-Jährige tritt somit zum vierten Mal für die CDU im Bundestagswahlkreis 103 (Solingen / Remscheid / Wuppertal-Cronenberg und -Ronsdorf) an. Bei den drei Bundestagswahlen 2009, 2013 und 2017 hat der Wuppertaler in diesem Wahlkreis jeweils das Direktmandat gewonnen. Er ist aktuell der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Hardt hob am Samstag hervor, dass der Bund in den vergangenen Jahren diverse Millionen-Projekte im Städtedreieck gefördert habe. Als Beispiele nannte er die Sanierung von Schloss Burg, das Sportstättenprogramm und den Neubau des Berufsbildungszentrums der Remscheider Metall- und Elektroindustrie.

Für den kommenden Wahlkampf sprach sich Hardt dafür aus, dass die CDU ihr eigenes Profil schärfe, anstatt mit den Grünen in einen Wettbewerb einzutreten „wer die bessere grüne Partei ist“. Mit Blick auf mögliche Koalitionspartner sieht der Uellendahler vor allem Übereinstimmungen mit der FDP. In den Grünen sieht er Konkurrenten. „Beim Blick in deren Wahlprogramm kriegen Sie das Grausen“, sagte Hardt. Er warnte davor, dass die Grünen eine „Fahrradgesellschaft“ anstrebten. Auch in der Außenpolitik sieht er „unrealistische Perspektiven“ im Grünen-Wahlprogramm.

Applaus für Attacken gegen die Grünen

Vor allem für diese Passagen erhielt Hardt Applaus von den Delegierten. Echte Wahlkampfstimmung kam angesichts der coronabedingt eher sterilen Atmosphäre nicht auf. Die 58 Delegierten saßen in dem rund 300 Quadratmeter großen Saal mit großem Abstand voneinander.

In der Kanzlerkandidatenfrage bekannte sich Hardt zum Lager von Armin Laschet. Dies begründete er damit, dass er dem CDU-Bundesvorsitzenden vor allem wirtschaftspolitisch mehr zutraue. Am wichtigsten für die Union sei aber, eine einvernehmliche Einigung zwischen Laschet und CSU-Chef Markus Söder. Der Solinger CDU-Vorsitzende Sebastian Haug hatte als Versammlungsleiter zu Beginn gefordert: „Einigt euch und sorgt dafür, dass wir uns nicht mehr mit uns selbst beschäftigen müssen.“

Zur Wahl des Direktkandidaten treffen sich die CDU-Kreisverbände des Wahlkreises normalerweise in einem 200er-Gremium. Die Zahl der Teilnehmer wurde aber wegen der Pandemielage stark reduziert. Hardt hatte sich zuvor in 10 der 13 Ortsvereine vorgestellt. Darum kam es am Samstag zu keiner Aussprache.

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